Laura und Falk in den USA angekommen

Kugelstoßerin Laura Jokeit vom TV Wattenscheid 01. FOTO. TV 01
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Laura Jokeit und Falk Wendrich vom TV Wattenscheid 01 sind zur U20-Weltmeisterschaft in die USA aufgebrochen. Am Montag ging der Flieger von Frankfurt am Main nach Seattle und von dort aus ein Bus mit den 57 Athleten des DLV zum Trainingscamp nach Salem südlich von Portland.

Für Laura Jokeit, derzeit beste Nachwuchskugelstoßerin des Landes, war deshalb am Wochenende vor dem (Fußball-)WM-Finale Packen angesagt. Ins (Leichtathletik-)Finale von Eugene will Jokeit auch unbedingt – es ist ihre erste Weltmeisterschaft, bei der die Elite des gesamten Planeten um die vorderen Plätze mitstößt. Jokeits Worte kurz vor dem Abflug klingen bescheiden: „Es ist ganz nett, so eine Aktion mitzunehmen. Die USA ist schon eine Reise wert.“ Die Aktion mitnehmen? Euphorie und Vorfreude sind bei Jokeit da noch nicht zu herauszuhören. Die Wattenscheiderin eine Touristin in den Staaten? Nein, das stellt sie gleich klar: „Dass ich mitfahren kann, ist total genial. Ich freue mich riesig.“
Die gebürtige Herbornerin, die in dieser Saison ihre Bestweite auf 16,10 Meter steigerte, will die Weite bestätigen – oder sogar weiter stoßen. Jokeit stößt am 25. Juli um 10.10 Uhr um den Einzug ins Finale. Da die Zeitverschiebung neun Stunden beträgt, ist Jokeit nach deutscher Zeit um 19.10 Uhr dran – und damit parallel zum Kugelstoßen bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Ulmer Marktplatz. Wie weit Jokeit für das Finale stoßen muss, weiß sie noch nicht. Sie rechnet mit einer Qualifikationsweite von etwa 15,50 Meter.
Mehr Erfahrung hat Falk Wendrich mit der großen WM-Bühne. Silber gab es vor zwei Jahren in Barcelona. Wendrich erwischte damals einen Sahnetag: 2,24 Meter sprang er hoch und belegte damals völlig überraschend den zweiten Platz. 2013 lief es dann nicht gut. Oberschenkelprobleme. Keine Sommersaison. „Jetzt bin ich froh, dass ich mich wieder zurückgekämpft habe“, sagt der 19-jährige Wattenscheider, der in Tobias Poyte einen großen Konkurrenten mittlerweile im eigenen DLV-Kader weiß. 2,20 Meter ist Wendrich in dieser Saison schon hoch gesprungen. Zu den Top-Ten der Welt gehört er damit immer noch. Aber in diesem Jahr stapelt er tief: „Ich will die Trainingsleistungen auch im Wettkampf abliefern. Ich habe mir bewusst keine Platzierung als Ziel gesetzt und auch keine Höhe.“ Wie hoch er am 24. Juli um 3.15 Uhr deutscher Zeit springen muss, um ins Final einzuziehen, weiß er noch nicht. Um 2,16 Meter müsste die Qualihöhe wohl liegen, schätzt er – die besten Zwölf sind sicher dabei.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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