Leichtathletik: Ernst unter 21 Sekunden

Sebastian Ernst blieb über 200 Meter deutlich unter 21 Sekunden. FOTO: PETER MOHR
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Er hat eine schnelle Zeit unter 20,90 Sekunden versprochen. Und er hat Wort gehalten! Sebastian Ernst vom TV Wattenscheid 01 hat bei einem Sportfest in Leipzig für das Highlight aus Wattenscheider Sicht gesorgt.

Er gewann die 200 Meter in 20,73 Sekunden, blieb dabei als einziger Sprinter überhaupt unter 21,00 Sekunden. Und natürlich war der Inhaber des deutschen Hallenrekordes hochzufrieden: „Es war meine viertschnellste Zeit überhaupt, darauf lässt sich aufbauen! Ich habe gezeigt, dass man mich nicht so einfach abziehen kann.“
Bei den Westdeutschen Hallen-Meisterschaften hatte Ernst noch Aleixo-Platini Menga den Vortritt lassen müssen. Diesmal hatte der Leverkusener mit 21,15 Sekunden keine Chance. TV-01-Rückkehrer Robin Erewa wurde in der Arena in der Gesamtabrechnung Vierter (21,23 sec). Maurice Huke jubelte einmal mehr über eine neue Hallenbestzeit: 21,43 Sekunden, Platz sechs.
Sebastian Ernst hat sich in jedem Fall als Top-Favorit für die Deutschen Hallen-Meisterschaften an gleicher Stelle (22./23. Februar) in Szene gesetzt. Sein Hauptkonkurrent? Ein Wattenscheider, wenn es nach Ernst geht! „Alex Kosenkow darf man niemals unterschätzen. Den habe ich auf jeden Fall auf dem Schirm!“

Auch Maike Dix mit Jahresbestzeit
Bei den Frauen hat Wattenscheids Maike Dix ihre deutsche 200-Meter-Jahresbestzeit von 23,51 Sekunden noch einmal deutlich gesteigert: 23,27 Sekunden wurden in der Arena gestoppt. „Wieder Bestzeit - und das sehr deutlich“, jubelte Dix, die auch über 60 Meter (7,48 sec) Bestzeit lief und so in Topform ist. „Die Bahn in Leipzig ist mit sechs Bahnen und Mondobelag sehr schnell und diese Bedingungen konnte ich auch ganz gut nutzen.“

Christian Blum war mit seinem Auftritt über 60 Meter gar nicht zufrieden: 6,76 Sekunden im Endlauf, immerhin 6,70 im Vorlauf. Zudem musste der bis dahin jahresschnellste Deutsche zur Kenntnis nehmen, wie Alex Schaf vom VfB Stuttgart in Sindelfingen mit 6,59 Sekunden die Hallen-WM-Norm unterbot. „Der ganze Tag war nix, die Spannung war nicht da. Das ist sicher nicht das, was ich abrufen kann“, meinte Blum – und blickt schon nach vorn Richtung Hallen-DM: „Die Generalprobe ging schief. Dann klappt die Premiere!“

Bei Kosenkow zwickte die Wade
01-Routinier Alexander Kosenkow verzichtete aufgrund von Wadenproblemen aufs Finale, zeigte sich aber mit 6,72 Sekunden im Vorlauf nach weitgehend überstandener Erkältung zufrieden: „Die Zeit stimmt mich sehr zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. Auf der anderen Seite merkt man in so einer extremen Wettkampfsituation schon, dass der Körper noch nicht ganz erholt ist.“

Zeitmessung ausgefallen
Für das Highlight beim Bielefelder Indoor-Meeting sorgte Pamela Dutkiewicz. Die Hürdenspezialistin lief wieder eine Bestzeit über die 60 Meter Hürden. Dieses Mal stoppte die Uhr bei 8,17 Sekunden. „Toll, dass ich bis jetzt tatsächlich von Wettkampf zu Wettkampf schneller gerannt bin. Es hat sich schon angedeutet, dass ich noch unter 8,20 laufen werde. Schön, dass es noch vor den Deutschen passiert ist“, sagte Dutkiewicz, die sich damit aber noch lange nicht am Maximum sieht. „Mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften sieht es sehr gut aus. Sie hat ihre Form bestätigt“, fand Trainer Slawomir Filipowski, der in Ostwestfalen aus einem anderen Grund aber einen „richtig dicken Hals“ bekam. Anlass war die ausgefallene Zeitmessung im 60-Meter-Finale der Frauen, in dem Dutkiewicz ebenfalls vorne lag. „Die waren alle richtig gut unterwegs. Nach 40 Metern wurde dann zurückgeschossen“, so Filipowski. Einer Wiederholung des Starts stimmte der Wattenscheider Trainer nicht zu – die Belastung durch die hohe Zahl an Läufen war für seine Schützlinge ohnehin groß genug.
Bei den Männern überzeugte Maximilian Ruth, der eine ganz starke Vorstellung bot und zwei Bestzeiten hinlegte: 6,78 Sekunden über 60 Meter, womit er den Wettkampf gewann, 21,51 Sekunden über 200 Meter (Platz zwei).
Mittelstreckler Christoph Lohse entschied die 800 Meter in 1:50,26 Minute vor Alexander Ide (1:54,33 min) für sich. „Wir hatten am Start etwas Probleme, weil wir nicht gut weggekommen sind. Das bringt einen schon etwas aus dem Rhythmus, aber der Lauf tat gut.“ Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften wird Lohse dann wieder auf den 1.500 Metern starten.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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