Regionalliga: SGW vor Wuppertal-Spiel noch ohne Sieg in 2019
Volle Konzentration

Herve Unzola (links) wird in Wuppertal wegen einer Knieverletzung nicht mitwirken können. Foto: Peter Mohr
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Zwei Remis und drei Niederlagen - so sieht die 2019er Bilanz der SGW vor der Partie am Samstag beim Wuppertaler SV (Anstoß 14 Uhr, Stadion am Zoo) aus. Die Abstiegsplätze kommen immer näher.

"Wir haben in den letzten Spielen ganz einfach zu viele individuelle Fehler gemacht", bilanziert Trainer Farat Toku die magere Bilanz nach der Winterpause. Nico Buckmaier leitete mit einem Fehlpass die Niederlage in Oberhausen ein, in Düsseldorf verhinderte Mael Corboz' Patzer den möglichen "Dreier" und zuletzt gegen Rödinghausen waren Norman Jakubowski und Nicolas Abdat nicht auf der Hut.
So schließt Toku auch personelle Veränderungen in der Defensive nicht aus. Dabei kann er allerdings nicht auf Herve Unzola zurückgreifen, der zuletzt gegen Rödinghausen wegen einer Gelbsperre fehlte und sich beim Sonntagstraining eine Innenbanddehnung im Knie zugezogen hat. "Das ist schade, er war gut im Saft", so Toku über den Ausfall seines Linksfußes.
"Wir müssen in Wuppertal voll konzentriert sein und die dicken individuellen Patzer vermeiden, dann ist für uns auch etwas zu holen", meint der SGW-Coach mit Blick auf die Ausgeglichenheit der Liga. Bis auf Sebastian van Santen, der wegen Rückenbeschwerden im Training etwas kürzer treten musste, sind ansonsten alle Akteure fit.
Der Gegner in der Schwebebahnstadt hat in den letzten Monaten eine ähnlich turbulente Zeit durchgemacht wie die SGW. Auch in Wuppertal gab es gravierende finanzielle Probleme, und auch in der bergischen Metropole wurde via Internet eine erfolgreiche Sammelaktion gestartet.
Ruhe ist dennoch an der Wupper nicht eingekehrt. Top-Torjäger Christopher Kramer hat den Verein in der Winterpause in Richtung Steinbach verlassen, und auch die beiden ehemaligen 09er Jonas Erwig-Drüppel (RW Essen) und Angelo Langer (Rödinghausen) haben nach einem halben Jahr ihre Zelte wieder abgebrochen.
"Das ist immer noch eine Mannschaft mit einer Menge Qualität und einer Reihe erfahrener Spieler wie Pagano, Hagemann, Windmüller und auch Jan-Steffen Meier", so Toku, der den Gegner in der Tabelle "jenseits von Gut und Böse" sieht und der zuletzt mit einem achtbaren 0:0 beim Spitzenreiter Viktoria Köln aufhorchen ließ.

Schon der dritte Trainer

Allerdings bleibt abzuwarten, inwieweit die Leistung der Mannschaft durch die Turbulenzen im Umfeld beeinflusst wird. Seit 26. Februar ist Sportvorstand Manuel Bölstler nicht mehr im Amt, seine Aufgaben übernimmt momentan Karsten Hutwelker, der in seiner aktiven Zeit sowohl das Trikot des WSV als auch das der SGW getragen hat.
Doch damit nicht genug: Seit Montag ist Trainer Adrian Alipour nicht mehr im Amt. Nach dem Remis bei Viktoria Köln hatte der ehemalige Aplerbecker Vorstandschef Alexander Eichner und Sportvorstand Karsten Hutwelker gebeten, seinen Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufzulösen. Der WSV hatte mit Alipour weiterarbeiten wollen und keine Einigung erzielt. Schlussendlich wurde Alipour, der erst im Herbst Christian Britscho auf der Trainerbank abgelöst hatte, beurlaubt und Pascal Bieler bis zum Saisonende zum Chefcoach ernannt.
Ob die SGW die Turbulenzen an der Wupper ausnutzen und den ersten Sieg des Jahres einfahren kann? Es wäre an der Zeit!

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