Von Persien ins Ruhrgebiet: Roman Wieland präsentiert mit „Dschinn im Pott“ seine zweite Komödie

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Roman Wieland: Autor, Regisseur und Darsteller. (Foto: Petra Anacker)
 
Das Team mit Corinna Kawaters (Kostüme), Barbara Hungwe (Souffleuse), Roswitha Wieland (Darstellerin der Sandra), Barbara Sellhoff (Darstellerin der Chantal), Andrea Twellmann (Darstellerin Frau Buhlbach), Roman Wieland (Autor, Regisseur und Darsteller), Michael Schaf (Darsteller von Benno), Hans Rosolski (Bühne/Licht/Ton). Jan Schläfke (Darsteller vom blauen Dschinn). (Foto: Petra Anacker)

Ruhrpott statt Persien. Was der junge Dschinn Aldabar aus Arabien erlebt, als er irrtümlicherweise samt seiner Wunderlampe in Bochum im Wohnzimmer von Sandra Friedrichs, einer Mutter von drei Kindern, landet, steht im Mittelpunkt der Komödie „Dschinn im Pott“. Nach seinem Debüt 2016 präsentiert der Wattenscheider Hobbyautor und -schauspieler Roman Wieland damit sein zweites Stück. Die Premiere ist am Freitag, 5. Oktober, im Wichernhaus.

Der 33-Jährige kann auf viele Jahre im Amateurtheater zurückblicken. Vor zwei Jahren wagte er sich mit der Krimikomödie „Und … stündlich sterben die Erben“ an sein erstes Theaterstück, das er nicht nur selbst schrieb, sondern bei dem er auch Regie führte und selbst auf der Bühne stand.

Auch diesmal ist er Autor, Regisseur, Darsteller des Dschinn und Organisator in Personalunion. „Für das Schreiben habe ich einige Monate gebraucht. Das ging flotter als beim ersten Mal“, erzählt Roman Wieland. Eigentlich ist er für Ruhrgebietskomödien nicht so zu haben, aber seine ursprüngliche Hauptdarstellerin, die aber nun aus beruflichen Gründen verhindert ist, hat ein Faible dafür. Um ihre und seine Interessen zu verbinden, recherchierte er zur Bedeutung des Dschinn und kombinierte beide Aspekte in seiner neuen Komödie.
Einen wesentlichen Anteil daran, dass das Ruhrpottstück am kommenden Wochenende aufgeführt wird, haben die Stadtwerke. „Wir haben bei der Aktion ,Wofür schlägt dein Herz?' den fünften Platz im Bereich Kultur geholt“, so Wieland. Mit der finanziellen Unterstützung konnten die Hobbyschauspieler nicht nur Kulissenelemente und Kostüme anschaffen, sondern auch Scheinwerfer.
Als weiterer Vorteil erwies es sich, dass die Gruppe diesmal eine leerstehende Kneipe als Probenraum nutzen konnte. „Das war ein Glück, weil wir hier schon unser endgültiges Bühnenbild aufstellen konnten. Jetzt brauchen wir es vor der Premiere nur noch ins Wichernhaus hinüberzutragen“, erklärt Wieland. Die Proben zu seiner ersten Inszenierung dagegen fanden hauptsächlich bei ihm zu Hause statt.

Herausforderung

Die Proben für „Dschinn im Pott“, die bereits Anfang des Jahres begannen und zunächst wöchentlich und zuletzt fast täglich angesetzt waren, waren für Wieland trotzdem eine große Herausforderung. „Ich war gut vorbereitet, aber ich fand es schwieriger als vor zwei Jahren“, berichtet er.
Vor allem gleich mehrere Umbesetzungen bei den Rollen machten ihm zu schaffen. „Das ist die Horrorvorstellung für jeden Regisseur.“ Zugleich hat der Verlust einiger Darsteller aber auch dafür gesorgt, dass aus der Inszenierung ein Drei-Generationen-Stück geworden ist. „Ich stehe jetzt mit meiner Mutter Roswitha und mit meinem elfjährigen Sohn René auf der Bühne“, freut sich Roman Wieland, der den Glauben an sein zweites Theaterprojekt nicht zuletzt dank der zahlreichen Unterstützung der übrigen Beteiligten nie verloren hat. Neben ihm können die Zuschauer drei Darsteller, die auch bei „Und … stündlich sterben die Erben“ dabei waren, auf der Bühne erleben.

Vereinsgründung

Wie es nach „Dschinn im Pott“ weitergeht, weiß der 33-Jährige noch nicht genau. Verschiedene Ideen für weitere Stücke hat er jedenfalls. „Ich würde gern eine Gruselkomödie schreiben, aber sie würde noch mehr Aufwand bedeuten.“
Außerdem ist eine Vereinsgründung geplant. Die rund 15-köpfige Gruppe, die jetzt die Aufführung stemmt, hat sich bereits im vergangenen Jahr den Namen Schrägstuhltheater gegeben, und nun soll ein Verein daraus werden.
Das Schrägstuhltheater zeigt das Stück „Dschinn im Pott“ am Freitag und Samstag, 5. und 6. Oktober, jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 7. Oktober, um 17 Uhr im Wichernhaus an der Parkallee 20 in Günnigfeld. Karten zu je elf Euro gibt es an der Abendkasse sowie im Vorverkauf im Gemeindebüro ebendort, bei der Buchhandlung van Kempen, Saarlandstraße 7, und im Günnigfelder Reisebüro an der Günnigfelder Straße 95.
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