Geschichte von Wesel - Wie die Weseler Bürger sich eine Ordnung gaben (3)

Auch im Mittelalter wurde natürlich der Bürgermeister für seine Dienste bezahlt.
In dem Edikt der Stadt Wesel von 1386 steht folgendes:

Bezüge des Bürgermeisters und der Rentmeister

Im Jahre unseres Herren 1386, am Dienstag nach St. Benedikt, einem Ratstag, wurde im Rat beschlossen:
Der Bürgermeister erhält eine Entschädigung von jährlich 35 Mark. Die Rentmeister erhalten 25 Mark mit der Bedingung, daß jeder von Ihnen währen seiner Amtszeit ein über vier Jahre altes Pferd im Wert von wenigstens 24 Mark zum Dienst der Stadt bereit hält.
In Zukunft sollen sie auf Kosten und Risiko der Stadt reiten, wenn Schöffen und Rat eine entsprechende Anweisung erteilen. Die Kosten sollen aus den Strafen und Pfändungen, die der Stadt zufallen, erstattet werden. Reichen die Strafen und Pfändungen zur Zahlung der Kosten nicht aus, hat die Stadt den Fahlbetrag zu zahlen. Besteht ein Überschuß, ist dieser an die Stadt abzuführen.

Also waren auch schon Dienstreisen zu Pferd genau geregelt. Den Gegenwert von 35 Weseler Mark kann ich heute nicht abschätzen, aber ich glaube, dass unsere Bürgermeisterin für solch ein Jahresgehalt wohl lieber auf den Job verzichten würde.

Autor:

Richard Wolsing aus Wesel

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