Immer einen Besuch (oder mehr) wert: die Naturschutzarena in Bislich
Wo die Kinder in ihrer Freizeit über die wirklich wichtigen Dinge lernen können

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Die NABU-Naturarena in Bislich entwickelt sich immer mehr zum Lernort Natur.Kinder aus Voerde und Dinslaken waren zusammen mit Eltern und Biologin Petra Sperlbaum angereist. Im Fokus stand die Kleinlebewelt am und in den naturnah angelegten Teichen auf dem knapp ein Hektar großen Areal.

Mit Keschern, Becherlupen und flachen Wasserschalen ausgestattet ging es zum Bestimmen der Krabbeltiere. NABU-Limnologin und Naturerlebnis-Pädagogin Petra Sperlbaum wusste die Nachwuchsforscher direkt zu begeistern. Mit langen Watstiefeln stieg sie in den Lebensraum der Schwimmblattpflanzen und kescherte behutsam im Unterwasserpflanzen-Dschungel nach Kleinlebewesen. Derweil die Kinder ebenfalls nach Anleitung ganz vorsichtig vom Rand aus kescherten.

Jeder „Fang“ wurde begeistert von den jungen Forschern gefeiert: Libellenlarven, Kaulquappen von Teichfröschen, Rückenschwimmer, Wasserläufer, Posthornschnecken, Wassermilben, verschiedene Käferlarven, Eintagsfliegenlarven und Ruderwanzen wurden genau unter die Lupe genommen. Welche Funktionen die einzelnen Lebewesen im Naturhaushalt haben, wusste die Biologin kindgerecht zu vermitteln. Selbstverständlich wurden alle Lebewesen wieder in ihren Lebensraum zurückgesetzt.

Fasziniert waren die Kinder auch von den Libellen, die entweder im Tempoflug über die Gewässer huschten oder mit dem Paarungsrad ihre Eier filigran an Wasserpflanzen verteilten. Bei den Großlibellen fiel besonders die Blaugrüne Mosaikjungfer und der blaufarbene Plattbauch auf; bei den Kleinlibellen die filigranen, blaugestreiften Schlankjungfern. Welche Auswirkung der Klimawandel zukünftig für heimische Gewässer und ihre Lebewesen haben kann, versuchte Petra Sperlbaum ebenfalls für die Kinder verständnisvoll beizubringen. Zwei Stunden Naturkunde vergingen für die Kinder wie im Fluge; nicht wenige hätten gerne noch weiter „geforscht“.

„Artenkenntnisse kann man gar nicht früh genug vermitteln, um sich vielleicht auch zukünftig mit Sachverstand für den Erhalt der Biodiversität einzusetzen“, so NABU-Kreisvorsitzender Peter Malzbender.

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