Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs (Uni Duisburg-Essen) am 21. November in der Volkshochschule Wesel
„Der Erste Weltkrieg als regionalgeschichtliches Thema am Niederrhein und an der Ruhr“

Wesel im Ersten Weltkrieg: Tausende Freiwillige pilgerten in die Garnisonsstadt Wesel, um in den Ersten Weltkrieg zu ziehen.
  • Wesel im Ersten Weltkrieg: Tausende Freiwillige pilgerten in die Garnisonsstadt Wesel, um in den Ersten Weltkrieg zu ziehen.
  • Foto: Stadtarchiv Wesel
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Vor fast genau 100 Jahren endete am 11. November 1918 der 1. Weltkrieg mit der Niederlage der Achsenmächte Deutschland und Österreich-Ungarn. Damit endet der erste durch die indust-rielle Massenfertigung geprägte, moderne Krieg in Europa. An den verschiedenen Fronten wurden nahezu 10 Mio. Soldaten getötet und viele weitere verwundet.

Wesel war als traditionelle preußische Garnisonsstadt am Rhein vom Krieg in besonderer Weise betroffen. Hier erlebte man den Krieg in einer außergewöhnlichen Intensität. Die Garnison in Wesel musste mit Beginn des Krieges umgehend Militärabtei-lungen (Proviantamt und Artilleriedepot) mit Personal aufstocken. Unzählige Kriegsfreiwillige strömten nach Wesel. Die vor-handene Infrastruktur (z.B. Übernachtungsmöglichkeiten) war überlastet. Das notwendige Personal wurde aus Wesel und Umgebung rekrutiert.

Es gab zahlreiche Lazarette und Hilfslazarette. Besonders er-schwerend kam hinzu, dass zu Beginn des Krieges die Festung Wesel wiederhergerichtet werden musste – unter anderem wurden alle Bäume auf der Esplanade und den Glacis-Flächen gerodet.

Wesel war durchgehend mit vier Regimentern an den Kampfhandlungen von 1914 bis 1918 beteiligt. Allein das Infanterie Regiment IR 56 mit den Standorten Kleve und Wesel hatte 4.606 Tote während des Krieges zu verzeichnen. Das entspricht einer Todesrate von fast 25 Prozent. Durchschnittlich kamen in der deutschen Armee 15 Prozent der Soldaten zu Tode. 

Anlässlich des 100. Jahrestags der Beendigung des 1. Weltkriegs in Europa organisiert die Volkshochschule einen Vortrag des Historikers Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs. In seinem Vortrag beleuchtet er, wie sich die Kriegsjahre von 1914 bis 1918 auf die Menschen am Niederrhein und an der Ruhr auswirkten.

Der Vortrag findet statt amMittwoch, 21. November, 19.30 bis 21 Uhr,
VHS Wesel,
Ritterstraße 10 - 14, Raum 300.
Der Eintritt ist frei.

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