Kreis Wesel gibt Trapp-Gebäude als Flüchtlingsunterkunft Ende Februar auf

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Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte am 10. September 201, die fünf Kreise ihres Bezirkes gebeten, Unterkünfte für Flüchtlinge zu schaffen. Bekanntlich hatte die Kreisverwaltung Wesel nach Rücksprache mit den Besitzern des Gebäudes, der Stadt Wesel, der Bezirksregierung Düsseldorf und diversen Hilfsorganisationen das ehemalige Trapp-Verwaltungsgebäude kurzfristig als Unterkunftsmöglichkeit für Flüchtlinge eingerichtet.

Jetzt teilt der Kreis mit: Das Ersuchen wurde nicht verlängert und läuft daher am 29. Februar aus. Der Kreis Wesel wird deswegen die Notaufnahmeeinrichtung zum 1. März abwickeln. Die Bewohnerinnen und Bewohner waren durchschnittlich für zwei bis sechs Wochen in den ehemaligen Büroräumen des Trapp-Verwaltungsgebäudes und in beheizbaren Wohncontainern untergebracht. Zwischenzeitlich sind immer wieder Flüchtlinge von dort aus den kommunalen Unterkünften zugewiesen worden. Aktuell befinden sich in der Trappstraße noch etwa 40 Personen.

Ob bis zum 29. Februar noch neue Bewohner hinzu kommen, ist ungewiss. „Das Amtshilfeersuchen der Bezirksregierung Düsseldorf gilt noch bis Ende Februar. Erst danach werden wir uns als Kreis aus der Trappstraße zurück ziehen,“ so Lars Rentmeister, zuständiges Vorstandsmitglied für Gefahrenabwehr und Ausländerangelegenheiten beim Kreis Wesel.

Auch die Vertragspartner des Kreises Wesel wurden bereits über die Abwicklung der Trappstraße im März informiert. Zu den Aufgaben des Kreises zählten neben der Unterbringung auch die Registrierung und die Verpflegung der ankommenden Personen. Dazu wurden freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreishauses eingebunden.
„Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Helferinnen und Helfern für ihre Bereitschaft, an der Bewältigung der Situation mitzuarbeiten.

Vor allem ohne die unzähligen Hilfsangebote aus der Bevölkerung und die vielen ehrenamtlichen Kräfte hätten wir das nicht so gut hinbekommen,“ lobte Landrat Dr. Ansgar Müller. Vorstandsmitglied Lars Rentmeister, der die Einsätze in der Flüchtlingsunterkunft koordiniert, fügt hinzu: „Die Versorgung der Flüchtlinge u.a. mit Kleidung wäre ohne die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung nicht möglich gewesen.“ Nun muss aber auch die gut gefüllte Kleiderkammer aufgelöst werden.

Hierzu wird mit anderen Unterkünften Kontakt aufgenommen, um dorthin Kleidung abzugeben. Rentmeister dankt nochmals allen Spenderinnen und Spendern für ihr Engagement, bittet aber um Verständnis, dass weitere Spenden für die Unterkunft an der Trappstraße nicht mehr entgegen genommen werden können.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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