Achtung "Spoofing!" - Polizei warnt vor Telefonbetrug / Seniorinnen in Wesel reagierten richtig

Betrüger sind immer wieder erfinderisch. Mit Hilfe moderner Technik wird bei einem Anruf eine gefälschte Telefonnummer angezeigt, was "Spoofing" genannt wird. Es ist grundsätzlich möglich, dass jede beliebige Telefonnummer, also auch die Rufnummer 110, im Display erscheint. Straftäter haben so die Möglichkeit, sich ohne Misstrauen zu erwecken, als Polizei- oder Kriminalbeamte auszugeben.

Am Dienstag gegen 21 Uhr ließen sich zwei 81- und 67 Jahre alte Frauen von dem Anruf eines vermeintlichen Kripo-Beamten nicht verunsichern. Der redegewandte Anrufer gab vor, Kriminalpolizist zu sein und versuchte unter einem Vorwand, an Informationen über Wertgegenstände und Bargeld zu gelangen. Ziel der Betrüger war es offenbar, das Vertrauen der Opfer in die Polizei auszunutzen um anschließend Wertgegenstände oder Bargeld in ihren Besitz zu bringen.

Die beiden Weselerinnen reagierten vorbildlich, sie brachen das Gespräch umgehend ab und scheuten sich nicht, die Echtheit des Anrufs in Frage zu stellen und wandten sich an die "echte" Polizei. Besonders heimtückisch war, dass die Betrüger die Durchwahl der örtlichen Polizei nutzten.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang: Vertrauen Sie niemandem blind, auch nicht angeblichen Polizeibeamten. Wenn sie einen Anruf von der Polizei erhalten, dann bestehen Sie darauf, zurück zu rufen. Wählen Sie die Ihnen bekannte Nummer der örtlichen Polizeidienststellen und lassen Sie sich zu dem Polizisten weiter
verbinden.
Seien Sie auch misstrauisch bei Anrufen von Personen, die sich als Vertreter anderer Behörden ausgeben. Prüfen Sie immer die Seriosität des Anrufers und geben Sie keine persönlichen Daten heraus. Beim geringsten Zweifel sollten Sie keine Scheu haben, über Notruf 110 die Polizei zu verständigen.

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