Erste Schritte in der digitalen Arbeitswelt

Die Digitalisierung schreitet voran und betrifft auch Beschäftigte und Arbeitsuchende.

Die Agentur für Arbeit Wesel bietet eine neue Qualifizierung an und führt Arbeitsuchende an die Arbeitswelt 4.0 heran.

Der Umgang mit Smartphone, Tablet und PC dürfte heutzutage den meisten geläufig sein, denkt man. Dass dies nicht der Fall ist, bemerken die Vermittlerinnen und Vermittler der Agentur für Arbeit Wesel in ihrer täglichen Arbeit mit Arbeitsuchenden immer wieder.

„Dadurch gehen viele berufliche Chancen verloren! Schon alleine im Rahmen des Bewerbungsverfahrens setzen viele Unternehmen bereits auf soziale Medien, Bewerbungsplattformen oder Jobbörsen-Apps“, so Christian Reßing, Teamleiter im gemeinsamen Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit Wesel und des Jobcenters Kreis Wesel. „Arbeitsplätze und Anforderungen verändern sich ebenfalls. Haustechniker kommen mit Tablets zur Heizungswartung, künftig druckt der Installateur die Ersatzteile im Kofferraum seines Firmenfahrzeugs und Drohnen liefern vielleicht bald Pakete aus. Die Digitalisierung kommt und wir wollen dabei helfen, den Anschluss nicht zu verlieren.“

Dazu wurde eigens ein neues Angebot ins Leben gerufen, das in Wesel der Bildungsträger IBB und in Moers die I.T.A. umsetzen. Zehn Wochen lang beschäftigen sich die Teilnehmenden, über die gesamte Dauer ausgerüstet mit Tablets und Smartphones, mit modernen Kommunikations- und Arbeitsformen. Dazu wurden etwa Präsentationen zu den erlernten Berufen erstellt und an einem digitalen Whiteboard vorgestellt. Darin beschrieben die Teilnehmenden die arbeitsmarktlichen Veränderungen von früher zu heute und ihre Vorstellungen, wohin die Berufe sich im Rahmen eines digitalen Arbeitsmarktes entwickeln könnten.

„Ich finde es spannend, wie sich mein Berufsbild verändern wird, aber ich denke nicht, dass mein Beruf als Einzelhandelskauffrau ganz wegfallen wird“, so eine junge Teilnehmerin, die erst vor ein paar Jahren ihren beruflichen Abschluss erreicht hat. Kerstin Hass, Teamleiterin in der Arbeitsvermittlung, bestätigt diese Sicht: „Es geht nicht darum, Angst vor der Zukunft zu machen, sondern Verständnis zu schaffen, dass sich durch Veränderungen im Berufsleben zum einen Anforderungen an die Beschäftigten ändern, zum anderen sich auch neue berufliche Chancen ergeben.“

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer steht außerdem ein zweitägiger Workshop im FabLab der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort auf dem Programm. Dort informieren sie sich über weltweit vernetztes Arbeiten und 3D-Druckprojekte und können selbst kleine Vorhaben umsetzen. Stefan Saber, Administrator für Maßnahmen in der Agentur für Arbeit Wesel, betont: „Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen voran. Auch die Bundesagentur für Arbeit bietet ihren Kundinnen und Kunden mittlerweile vielfältige Onlineangebote. Die Bereitschaft diese zu nutzen ist da, das zeigt sich unter anderem daran, dass mittlerweile über die Hälfte aller Anträge auf Arbeitslosengeld online gestellt werden. Für den Arbeitsmarkt gilt, dass man sich dem Thema stellen und lernbereit sein sollte. Dies haben die ersten Teilnehmenden eindrucksvoll bewiesen.“ Das Angebot soll 2019 fortgeführt werden.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen