Brieftaubenelend: Große Resonanz nach Kritik am Verband

Brieftaubenelend: diese Brieftaube aus angeblich 2016 (Tier ist älter) mit Telefonring und Ring des Verbandes fanden wir gestern völlig entkräftet und mit schwerer Kopfverletzung an unserem Stadttaubenhaus am Parkdeck. Sie ist eingeschläfert worden.
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  • Brieftaubenelend: diese Brieftaube aus angeblich 2016 (Tier ist älter) mit Telefonring und Ring des Verbandes fanden wir gestern völlig entkräftet und mit schwerer Kopfverletzung an unserem Stadttaubenhaus am Parkdeck. Sie ist eingeschläfert worden.
  • hochgeladen von Silja Meyer-Suchsland

Ich danke zunächst für das große und gemischte Feedback auf meinen Artikel und hoffe, dass sich noch viele Meinungen und Kommentare anschließen mögen.

Ich leite nunmehr im siebten Jahr das Stadttaubenprojekt Wesel und bin zu Beginn meiner Arbeit im Stadttaubenprojekt Moers für meine Arbeit mit den Stadttauben und Brieftauben geschult worden. Leiter war übrigens damals Herr Uli Bovermann, privat ein Brieftaubenzüchter. Mir stehen heute zudem Brieftaubenzüchter, die genau wie ich (inzwischen) ihren eigenen Verband in Essen kritisieren, mit Rat zur Seite.

Meine Bezugsquellen für meine im Artikel mitgeteilten Aussagen sind vielseitig; Gerne gebe ich sie, wenn es gewünscht wird, konkreter Quellen an. Es sind auszugsweise:
- die Bundesarbeitsgruppe Stadttauben Aachen (Menschen für Tierrechte, Bundesverband)
- die Ergebnisse der Städteumfragen der BAG Stadttauben Aachen, darunter die Angaben des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt Aachen, die mir per Mail vom 22.5.2010 zur Verfügung gestellt werden und insbesondere die artgerechte kontrollierte Fütterung von Stadttauben befürworten
- das Gutachten der Technischen Uni Darmstadt, Institut für Massivbau, Prüfungsbericht Nr 195.4 von 26.8.2004, in dem der Einfluss von Taubenkot auf die Oberflächen von Baustoffen intensiv untersucht wurden mit dem Ergebnis, dass Taubenkot entgegen der allgemeinen Meinung keinerlei Veränderungen zeigt auf Stoffen wie Granit, Vollklinker. Vollziegel, Buntsandstein, Mörtel usw.

In Sachen Gesundheitsgefährdung durch Stadttauben/gestrandete Brieftauben möchte ich den Spielball gerne zunächst zurückgeben:
wer belegt mir auch nur einen Fall, in dem sich ein Brieftaubenzüchter in seinem eigenen Schlag angesteckt hat? Wer belegt mir auch nur einen Fall, in dem Privatpersonen erkrankt sind, weil sie mit Taubenkot in Berührung kamen und tatsächlich an einer taubenspezifischen Krankheit (nicht nur durch Federstaub) erkrankt sind?

Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall (Quelle: BAG Stadttauben Aachen):

"Tatsächlich treten Infektionskrankheiten beim Menschen durch Tauben nur selten auf. Zwar ist eine Übertragung von Krankheitserregern durch freilebende Stadttauben (und gestrandete Brieftauben) prinzipiell möglich, dies gilt jedoch in gleichem Maß für andere in Städten lebende Wildvogelarten wie Schwäne, Sperrlinge, Amseln, Meisen, auch für Säugetierarten wie Marder und Eichhörnchen. In dieser Hinsicht dürfte der weitaus engere Kontakt mit Heimtieren größere Gefahren bergen".

Um Herrn Dr. Kamphausen von der Taubenklinik Essen zu zitieren: "Ein immer wieder gegossener Blumentopf in der Wohnung ist gefährlicher als sich durch einen Schwarm Stadttauben zu begeben". (Sein Statement auf der DVD "Das integrative Stadttaubenkonzept").

Meine Arbeitsweise und meine Aussagen basieren daher auf Fachliteratur und Aussagen von Experten auf diesem Gebiet.

Zum Thema Fütterungsverbote:
Wer meine Arbeit verfolgt hat, weiß, dass ich für Wesel bis heute keine Fütterungsplätze gefordert habe, ohne dass in absehbarer Zeit in die Nähe des Ortes ein Taubenhaus errichtet wird. Daher bin ich kein Vertreter von Fütterungsorten, die losgelöst von einem späteren Stadttaubenhaus stehen.

Autor:

Silja Meyer-Suchsland aus Wesel

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