Eine kleine Zeitreise: Stadtgeschichte der vergangenen 200 Jahre

Haus Witten hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. So sah es früher einmal aus.
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In Erwartung der Geschichte(n), die das Jahr 2012 schreiben mag, möchte sich auch das Wittener Stadtarchiv für dieses Jahr verabschieden: mit einer beispielhaften Rückschau in die Wittener Stadtgeschichte der vergangenen 200 Jahre.
Im Namen des Stadtarchivs wünscht Institutsleiterin Dr. Martina Kliner-Fruck eine nette kleine Zeitreise und einen schönen Ausklang des Jahres 2011 - das nun schon wieder Geschichte ist.

Vor 25 Jahren - 1987
Im Hinterhof des Hauses Ruhrstraße 39 wird das Buddhistische Zentrum gegründet und im Mai des Jahres das Ausländerbegegnungszentrum an der Ardeystraße 73 eröffnet. Im Juli schließt die Bommerfelder Hauptschule, und im August des Jahres stellt der Deutsche Städtetag fest, dass die Ratsfrauen auf dem Vormarsch seien. (Im Wittener Stadtparlament sind zu diesem Zeitpunkt 22 Prozent der Ratsmitglieder Frauen.) Vom 2. bis 4. Oktober steigt das ers­te Herbeder Oktoberfest, und im November wird die Brücke über den Mühlengraben in Herbede fertiggestellt. Auf der Herrentoilette im Rathaus wird im Dezember ein Kondom-Automat installiert.

Vor 50 Jahren - 1962
Die Verwaltungstelle Annen als damals letzte dezentrale Verwaltungsstelle wird aufgelöst und Gebiete Langendreers (Krone und Papenholz) nach Witten eingemeindet. Der Rat der Stadt Witten beschließt in seiner Sitzung Bürgerversammlungen durchzuführen und den Sitzungssaal umzugestalten.

Vor 75 Jahren - 1937
Am 19. Juni wird Haus Witten als Hitlerjugendheim feierlich eingeweiht. Einen Monat später, am 20. Juli 1937, gibt der Musikzug der SA-Standarte „Feldherrenhalle“ im damaligen städtischen Saalbau ein Konzert und im August des Jahres „besiegen“ Schwimmer aus dem englischen Brighton und Hove bei ihrem Besuch die Mannschaft des Schwimmclubs Witten 1884 in Witten. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur „Verhütung erbkranken Nachwuchses“ wurden bis zum 31. Dezember 1937 in den ermächtigten Krankenanstalten des Regierungsbezirks Arnsberg in Witten 133 Männer sterilisiert.

Vor 100 Jahren - 1912
Die Zeche Herbeder Kohlenbergwerke, im Volksmund „Zeche Holland“ (Betriebseinstellung 1972) wird gegründet, die städtische katholische Bachschule erweitert und ein neues Verwaltungsgebäude der Eisenbahn-Hauptwerkstätte in Betrieb genommen.
Nach der Ausschreibung für einen Brunnen am Kornmarkt findet am 3. Februar 1912 die Preisgerichtssitzung statt.
Einen Monat später gründet der Kapellmeister Hugo Fliegner eine städtische Kapelle.
Am 12. Mai 1912 fegt ein Orkan zehn Minuten über Witten, zerstört große Waldteile im Papenholz und bringt den Schornstein der Glasfabrik am Crengeldanz sowie ein Schauzelt auf dem Viehmarkt, in dem sich 2 000 Menschen befinden, zum Einsturz.
Verseuchte Milch, die aus dem benachbarten Hiddinghausen von einem Milchhändler eingeschleppt worden war, löst im Sommer 1912 eine Typhusepidemie in Witten aus. 276 Menschen erkranken, 13 sterben. Unter großen Anstrengungen und mit Ausgaben der Stadt in Höhe von 32 000 Mark wird die Epidemie nach drei Monaten zum Erlöschen gebracht.
Im letzten Jahresquartal 1912, am 4. und 5. Oktober, tagt der 34. Westfälische Städtetag in Witten.

Vor 150 Jahren - 1862
Am 14. März 1862 wird der Friedhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zwischen Kirchhofstraße und Ardeystraße eingeweiht. Zum 1. April des Jahres erfolgt die Betriebsöffnung der Eisenbahnstrecke Witten-Essen-Duisburg.

Vor 175 Jahren - 1837
1837 wird das erste Postamt in Witten in der Ruhrstraße errichtet.
Ab dem 1. Mai 1937 fährt dreimal wöchentlich fährt eine dreispännige Personenfahrpost von Witten über Bommern mit einer Fahrtdauer von etwa vier Stunden nach Elberfeld.

Vor 200 Jahren - 1812
Johann Friedrich Lohmann gelingt die Herstellung von hochwertigem Tiegelgussstahl.

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Lokalkompass Witten aus Witten

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