Motive alter Postkarten machen die Geschichte des Kreises lebendig

Das Kartenwerk der Kleinbahn Bossel-Blankenstein wird in Augenschein genommen von Praktikant Nigel Knell (v. l.), Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin Stadtarchiv Witten; Karin Hochkamp, Leiterin Stadtarchiv Sprockhövel; sowie Uwe Peise und Hans-Dieter Meisehen vom Förderverein „Bergbauhistorische Stätten Ruhrrevier.Fotos: Kesper
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  • Das Kartenwerk der Kleinbahn Bossel-Blankenstein wird in Augenschein genommen von Praktikant Nigel Knell (v. l.), Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin Stadtarchiv Witten; Karin Hochkamp, Leiterin Stadtarchiv Sprockhövel; sowie Uwe Peise und Hans-Dieter Meisehen vom Förderverein „Bergbauhistorische Stätten Ruhrrevier.Fotos: Kesper
  • hochgeladen von Marvin Kesper

Die Stadtarchive Witten und Sprockhövel arbeiten seit mehreren Jahren eng zusammen, wenn es dar­um geht, die Geschichte der eigenen Städte und des Ennepe-Ruhr-Kreises aufzuarbeiten und für die Zukunft zu sichern.

Teil dieser Zusammenarbeit war der „Schätze“-Austausch, der im Stadtarchiv Witten stattfand. Die Stadt Sprockhövel übergab der Stadt Witten eine Akte als Leihgabe, die die Errichtung eines Wohnhauses zur Unterbringung von Kriegsgefangenen auf Zeche Gewerkschaft Barmen während des Ersten Weltkrieges dokumentiert.
Im Gegenzug wandern weitere historische Dokumente in die Hände des Sprockhöveler Archivs: vier Bildpostkarten, die unter anderem die Zeche „Alte Haase“ zeigen, und Fragmente eines Kartenwerks zur Kleinbahn Bossel-Blankenstein, die bis 1968 durch das Hammertal fuhr.
Karin Hochkamp, Leiterin des Stadtarchivs Sprockhövel, spricht über den Austausch von einer „Win-win-Situation“, da jedes Archiv einen weiteren Mosaikstein, der zum Gesamtbild der Geschichte der Stadt beiträgt, dazugewinne. „Wir sind froh, anderen etwas Gutes zu tun und uns damit auch selber zu entlasten“, sagt Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin des Stadtarchives Witten.
Laut der Stadtarchiv-Leiterin sei es eine große Her­ausforderung, gesammelte Werke zu archivieren, aber vor allem, sie zu restaurieren. Auch aus diesem Grund ist eine Zusammenarbeit der Archive wichtig, um sich diese Arbeit zu teilen.
Weitere Hilfe bekommen die Stadtarchive vom Förderverein „Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier“, der sich dazu bereit erklärt hat, die übergebenen Werke zu bearbeiten und in digitaler Form zu archivieren. Uwe Peise, der als Vertreter des Fördervereins „Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier“ zusammen mit Hans-Dietrich Meiseher vor Ort war, ist vor allem von den Motiven der Postkarten begeistert: „Sie machen die Geschichte unseres Kreises lebendig. Besonders, weil von den meisten Motiven heute nichts mehr zu sehen ist.“
Im Anschluss daran hält Nigel Knell, Praktikant beim Wittener Stadtarchiv, einen Vortrag über die Postkarten. Drei der vier Postkarten enthalten Motive der Zeche „Alte Haase“ in Sprockhövel. Seine Aufgabe war es, die Quellen der Postkarten auszuwerten. Dabei fiel auf, dass einige Namen, die auf den Postkarten vorkamen, sich in anderen Stücken im Archiv wiederfanden.
Die Beteiligten hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Wichtig ist ihnen auch eine enge Partnerschaft mit Experten, wie den „Zechenjungs“ vom Förderverein.

Das Kartenwerk der Kleinbahn Bossel-Blankenstein wird in Augenschein genommen von Praktikant Nigel Knell (v. l.), Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin Stadtarchiv Witten; Karin Hochkamp, Leiterin Stadtarchiv Sprockhövel; sowie Uwe Peise und Hans-Dieter Meisehen vom Förderverein „Bergbauhistorische Stätten Ruhrrevier.Fotos: Kesper
Diese Postkarten sind bald im Archiv Sprockhövel zu sehen: Schacht Ulenberg Hasslinghausen um 1900 (l.), Zeche „Alte Haase“ von 1903 und Zeche „Alte Haase“, Schacht Julie um 1900.

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