Junge Lebensretterin ausgezeichnet

Gratulation für eine lebensrettende Aktion: Bürgermeisterin Sonja Leidemann, Michelle Worien und Regierungsvizepräsident Volker Milk.
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  • hochgeladen von Walter Demtröder

Durch ihr schnelles Handeln wurde sie zur Lebensretterin: Michelle Worien. Die zwanzigjährige Wittenerin wurde dafür jetzt mit der öffentlichen Belobigung des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet ausgezeichnet.
Am 9. Januar 2018 musste Michelle Worien mitansehen, wie der 82-jährige Dietmar Geers an der Hauptstraße/Nähe Kornmarkt von einer Straßenbahn erfasst und mitgeschleift wurde. Nach Zeugenaussagen war der Fahrer der Straßenbahn offenbar abgelenkt.
Michelle Worien reagierte sofort. Sie rannte der Straßenbahn hinterher und bewog den Fahrer, der nichts vom Unfall bemerkt hatte, schließlich zum Anhalten. Anschließend leistete die junge Wittenerin, die beim DRK eine Sanitäterausbildung absolviert hatte, bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe am lebensgefährlich Verletzten.
„Damit hat Michelle Worien ein Zeichen mit Vorbildcharakter gesetzt“, so Regierungsvizepräsident Volker Milk, der die Urkunde überreichte.
Dietmar Geers wurde nach dem Eintreffen der Rettungskräfte mit einem Hubschrauber ins Bochumer Bergmannsheil gebracht. Nach einem fast dreimonatigen Krankenhausaufenthalt wird er zeitlebens pflegerische und ärztliche Unterstützung benötigen, doch ohne den beherzten Einsatz von Michelle Worien hätte er den Unfall nicht überlebt.
Michelle Worien, die in diesem Jahr ihr Abitur anstrebt und später Sozialpädagogin für behinderte Kinder in den Fächern Kunst und Deutsch werden möchte, bekam nach dem Unfall Albträume und ein Trauma. Nach einer Therapie hat sie glücklicherweise alles hinter sich lassen können.
Den ersten Impuls nach dem Unfall wird Michelle Worien nie vergessen. „Ich stand ganz kurz unter Schock und habe mich weggedreht. Aber dann bin ich sofort losgelaufen. Ich dachte ‚Wenn ich nicht helfe, wird es vielleicht niemand tun. Ich musste da hin.`“

Gratulation für eine lebensrettende Aktion: Bürgermeisterin Sonja Leidemann, Michelle Worien und Regierungsvizepräsident Volker Milk.
Michelle Worien: „Wenn ich nicht helfe, wird es vielleicht niemand tun. Ich musste da hin.“

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