Hunde halten wird teuer?

War die Hundehaltung (Steuern, Tierarzt, Haftpflicht) bisher billig? Ich denke mal, nein. Also wird sie jetzt nicht nur „teuer“, sondern „noch teurer“. Für einige vielleicht sogar untragbar. Dass die Hundesteuer erhöht würde, war zu erwarten. Dass die Erhöhung ÜBER 50% liegen würde, ist eine Unverschämtheit. Dennoch nicht verwunderlich, denn der Großteil der Hundebesitzer gehört nicht zu den Großverdienern, somit also zu der Gruppe, die von den Politikern mit größter Vorliebe geschröpft wird. Warum von einem eher geringen Teil der Bürger, die im Überfluss haben, etwas abverlangen, wenn doch der kleine Mann (und die kleine Frau) zu Haufe zur Kasse gebeten werden können? Das war schon immer so, und wird vermutlich auch so bleiben. Wo kämen wir hin, wenn wir „die da oben“ stärker in die Verpflichtung nehmen würden? Zum Beispiel durch eine Pferdesteuer. Oder wie wäre es mit einer Luxus-Kfz-(Erwerbs-)Steuer? Die Stadt könnte beispielsweise auf den Kauf eines PKWs mit einem Wert ab, na sagen wir 50.000 €, eine Kfz-Erwerbssteuer erheben. Dafür bekommt man in mancher Gegend schon ein kleines Appartement, für dessen Erwerb derzeit 5% des Kaufwertes anfallen. Leider fließen diese nicht in die Taschen der Stadt, sondern des Landes, aber hier könnte man es ja besser machen: in diesem Falle also 2500,00 Euro für die Stadt Witten – auf einen Schlag von einer Person, die es sich leisten kann, Cash auf die Kralle bzw. in die Stadtkasse. Stattdessen müssen nun, wenn wir also von einer Hundesteuer von 144 Euro ausgehen, ca. 17-18 kleine Leute bluten, die dummerweise auf den Hund gekommen sind. Zusätzlich könnte, wie die Grundsteuer, eine jährliche Luxus-Kfz-Steuer kassiert werden. Wir wollen „denen da oben“ nicht zu arg mitspielen, und sagen mal: ein Luxus-Kfz = ein Hund, also zusätzliche 144 Euro pro Jahr. Ich bin überzeugt, da käme in Witten einiges zusammen. Vielleicht kauft sich unser Herr Mustermann aber gar keinen so teuren Pkw, sondern nur einen kleinen Smart als City-Hopper. Natürlich ist es nicht der erste Wagen, den er hat. Nein, es ist der 4 Wagen in der 3-Köpfigen Familie, der der Familie etwas Abwechslung bringen soll. Auch hier könnte die Luxus-Kfz-Steuer greifen: Pro Familie und Erwachsenem im Haushalt ein Pkw. Jeder zusätzliche könnte mit der besagten Luxus-Kfz-Steuer belegt werden, und zwar jährlich.

Natürlich geht das nicht. Wenn die Politiker an die Taschen von „denen da oben“ gehen, wer wählt die denn dann noch. Diesmal hat die SPD ihre Wähler ja noch erfolgreich übers Ohr gehauen, und das ganze bis nach der Wahl verschwiegen. Außerdem scheinen die meisten ihrer Wähler noch gar nicht mitbekommen zu haben, dass das „sozial“ in ihrem Namen schon lange nur noch Makulatur ist. Na, und da fast die Hälfte der Wahlberechtigten schon in die Resignation getrieben wurde und gar nicht mehr wählen geht, sieht es doch gut für unsere Politiker aus. Keine Gefahr: sie können den keinen Mann und auch die kleine Frau weiterhin erfolgreich schröpfen. Na denn man zu.

Autor:

Elke Ebert aus Witten

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