Umsichtiges Verhalten verhindert Katastrophen
Wald und Holz NRW: Trotz Trockenheit - Waldbrände sind vermeidbar!

Zum Bericht vom 14.07.19 „Waldbrand durch Drive-in ... den Wald“
Hier ergänzend eine Pressemitteilung von Wald und Holz NRW vom 24.06.19

Waldbrände gefährden Lebensräume für Tiere und Pflanzen und Erholungsräume für uns Menschen. Jedoch entstehen nur fünf Prozent durch natürliche Ursachen wie Blitzschläge. Der Waldbrandgefahrenindex liegt aktuell in großen Teilen NRWs auf der zweithöchsten, teils sogar auf der höchsten Stufe. Zum Schutz der Wälder ist ein gemeinsames Handeln von Waldbesuchern, Autofahrern, Forst- und Feuerwehrleuten erforderlich.
Ausgestattet mit Mobiltelefonen haben Waldbesucher die Chance aktiv bei der Waldbrandbekämpfung zu helfen, wenn sie Waldbrände über die Telefonnummer 112 melden.
„Entscheidend ist, dass sich Waldbesucher der Gefährdung bewusst sind und vorsichtig verhalten. Leider Gottes ist das mit Verzicht auf Rauchen, Grillen und Feuern verbunden“, sagt Alfred Edelhoff, Experte für forstliche Gefahrenabwehr bei Wald und Holz NRW. Raucherinnen und Raucher drücken bitte Ihre Zigaretten im Aschenbecher aus. Das gilt auch beim Autofahren: Glimmende Kippen entzünden immer wieder dürres Gras im Straßengraben, Wind treibt die Flammen dann in den Wald.
Wenn es dennoch brennt unterstützen die Forstleute von Wald und Holz NRW die Feuerwehren mit ihrer Ortskenntnis. Langfristig arbeiten die Förster von Wald und Holz NRW daran, klimastabile Mischwälder zu entwickeln, die durch eingemischte Laubbäume auch die Waldbrandgefahr mindern. Hauptmotivation ist dabei die Vitalität der Wälder im Klimawandel zu stärken; die Waldbrandvorsorge ist ein Teilaspekt davon. Besonders gefährdet sind Böden mit kleinem Wasserspeicher, also vor allem sandige Gebiete, Nadelholzreinbestände, vor allem der Kiefer sowie Waldgebiete mit intensiver Sonnenstrahlung auf den Waldboden mit dürren Gräsern und Geäst.

Eine Orientierung über die Gefahrenlage bietet der Deutsche Wetterdienst mit seinem 5-stufigen Waldbrandgefahrenindex. Aber Achtung: lokal kann die Gefahrenlage deutlich höher sein!

Deshalb bitten die Försterinnen und Förster von Wald und Holz NRW:

• Halten Sie sich an das gesetzliche Rauchverbot im Wald – es gilt im Frühling, Sommer und Herbst, genauer: von 01. März bis zum 31. Oktober.
• Beachten Sie das Verbot offenen Feuers im Wald und im Abstand von 100 Metern vom Wald.
• Nehmen Sie Glas mit aus dem Wald – Der Brennglaseffekt kann Waldbrände auslösen.
• Lassen Sie Waldwege, Waldzufahrten frei – sie dienen als Rettungswege.
• Stellen Sie Ihr Kraftfahrzeug nur auf befestigten Flächen ab – der heiße Auspuff / Katalysator kann Gras in Brand setzen.
• Drücken Sie Ihre Zigaretten aus. Insbesondere entlang der Straßen lösen glimmend weggeworfene Kippen immer wieder Waldbrände aus.
Wenn es (zu) spät ist,
• löschen Sie kleine Entstehungsbrände, wenn es Ihnen gefahrlos möglich ist
• melden Sie Brände über die „112“
• verlassen Sie den Gefahrenort auf kürzestem Wege.

Autor:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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