Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ will nun ihr Vorhaben für ein kleines Eingangsgebäude umsetzen.
Freibad Werne bringt Koalition und CDU unter Druck.

Bild:  Raenmaen
CCA 4.0

„Hoffentlich wird man nun durch Schaden klug. Die Stadt Bochum sowie
SPD, CDU und Grüne hatten große Pläne für das Freibad Werne. Die
Landesregierung hat sie mit der Versagung von Fördermitteln jetzt wieder
in die Realität zurückgeholt”, kommentiert Felix Haltt, Vorsitzender der
Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“. “Wenn man auf überdimensionierte
und blauäugige Pläne wie beim Freibad Werne oder bei der Direktvergabe
an die Bogestra verzichtet hätte, hätte man sich schwere Schlappen
ersparen können. Vielleicht kehrt jetzt wieder mehr finanzpolitischen
Verantwortung ins Rathaus ein.”

“Die Landesregierung hat offenbar einen realistischen Blick und war auch
nicht überzeugt von den Planungen zum Freibad Werne”, erklärt Haltt, der
auch beratendes Mitglied in der Bezirksvertretung Bochum Ost ist. “Der
Mini-Quartiersraum, den man als Alibi zur Akquisition von Fördergeldern
im neuen Eingangsgebäude einrichten wollte, hatte vor der Prüfung durch
das Ministerium keinen Bestand.“ Das wundert Haltt nicht, denn die
anvisierten 2,8 Millionen Euro an Fördergeld aus dem
Stadterneuerungsprogramm Werne “sind für einen nur 30 Quadratmeter
großen Multifunktionsraum für Vereine und Initiativen angesichts der
Gesamtbruttogeschossfläche von fast 4.000 Quadratmetern des Projektes
kaum zu erklären.”

Bei diesem Zwölf-Millionen-Projekt, das die Bäder GmbH hauptsächlich
über Kredite finanzieren wollte, sollten allein schon 4,25 Mio. Euro
in ein Fitnessstudio und eine Tiefgarage fließen. Haltt betont: “Die
Begehrlichkeiten von SPD, CDU und Grünen mit der Stadt ins
Fitnessstudiogeschäft einzusteigen, zeigen die Orientierungslosigkeit
der Verantwortlichen in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen. Die
Stadt sollte sich nicht mit ihren Töchtern verzettelt und in Konkurrenz
zu privaten Angeboten gehen.”

FDP und DIE STADTGESTALTER setzen jetzt erneut darauf, dass doch eine
angepasste und abgespeckte Variante beim Freibad Werne realisiert wird.
“Was wir in die Diskussion eingebracht haben, wird durch den
Beschluss der Landesregierung nun notwendig. Jetzt, da das stadteigene
Fitnessstudio gekippt wurde, schlagen wir ein einfaches, solides
Eingangsgebäude und die Modernisierung der Badetechnik vor. Dann kann
das Freibad für die Wernerinnen und Werner erhalten bleiben und schnell
wieder öffnen”, so Haltt abschließend.

Autor:

Léon Beck aus Bochum

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