VfL Bochums Kapitän Celozzi warnt vor Regensburg: "Permanent unter Stress"

Stefano Celozzi warnt vor Jahn Regensburg. Foto: Molatta
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Wo: Vonovia Ruhrstadion, Castroper Str. 145, 44791 Bochum auf Karte anzeigen

Über seine Kritik nach der Nullnummer beim HSV („Fußballerisch haben wir einen anderen Anspruch“) mag Stefano Celozzi nicht mehr sprechen. Stattdessen warnt der Kapitän des VfL Bochum im Exklusiv-Interview vor dem SSV Jahn Regensburg, der am Montag (29.10., 20.30 Uhr) seine Visitenkarte an der Castroper Straße abgibt. Ein Interview über einen unbequemen Gegner und erfolgreiche Defensivarbeit, Tabellenplätze und Spaß auf dem Platz.


Beim 0:0 in Hamburg konnte der HSV den VfL kaum einmal ernsthaft in Bedrängnis bringen. Am Montag kommt nun mit Jahn Regensburg eine Mannschaft nach Bochum, die zwar keinen so großen Namen hat – könnte es trotzdem eine schwierigere Aufgabe werden?
Stefano Celozzi: Am Montag erwartet uns ein völlig anderes Spiel. Jahn Regensburg ist in der 2. Liga eine sehr gute Mannschaft, die den Gegner permanent unter Stress setzt, ein hohes Pressing spielt und immer wieder attackiert. Da kommt eine sehr schwere Aufgabe auf uns zu.

Wird Regensburg generell in der Liga etwas unterschätzt?

Vielleicht haben sie nicht einen so klangvollen Namen wie der HSV oder der 1. FC Köln. Aber wir wissen noch von der letzten Saison, dass Regensburg immer sehr schwierig und sehr unbequem zu bespielen ist. Das haben wir in den letzten Duellen selbst erfahren. Uns ist daher allen klar, dass uns ein sehr guter Gegner erwartet.

Wie sieht das Rezept aus, gegen diese Mannschaft trotzdem erfolgreich zu sein?

(lacht) Das werden wir dann am Montag sehen. Wir haben jetzt eine lange Vorbereitungswoche und ich bin mir sicher, dass wir uns etwas einfallen lassen.

Der VfL Bochum hat in dieser Saison bereits fünf Mal zu Null gespielt. Ist es vor allem diese Defensivstärke, auf die man bauen kann?

Das stimmt, zuletzt haben wir auch wieder zwei Mal zu Null gespielt. Aber dazu gehört die ganze Mannschaft und daran hat jeder seinen Anteil. Das fängt ganz vorne damit an, wie Lukas Hinterseer und die gesamte Offensivabteilung gegen den Ball arbeiten. Es zeichnet uns sicher zurzeit aus, dass wir vor allem im Spiel gegen den Ball einiges richtig machen.


Weil Jan Gyamerah zuletzt nach innen gerückt ist, ist die rechte Abwehrseite wieder Ihr Revier. Sonst haben Sie hier in dem 23-Jährigen aber starke Konkurrenz…

Ich freue mich über jeden guten Spieler in meiner Mannschaft. Und wir haben viele gute Spieler. Auch auf anderen Positionen haben wir sehr viel Qualität und damit auch viel Konkurrenz. Das wird uns nach vorne bringen, das macht uns besser. Ich freue mich ganz allgemein über die Qualität in unserer Mannschaft.

"Immer alles hart erarbeiten"

Ein knappes Drittel der Saison ist absolviert, der VfL steht mit 15 Punkten auf Rang sieben – eine realistische Momentaufnahme?
Um ehrlich zu sein, schaue ich im Moment gar nicht auf die Tabelle. Was man zum jetzigen Zeitpunkt auf jeden Fall schon sagen kann, ist, dass die 2. Liga wieder sehr eng ist in dieser Saison. Regensburg gewinnt deutlich beim HSV, Duisburg gewinnt als Tabellenletzter in Köln – da kann quasi jede Mannschaft an einem guten Tag jede andere schlagen. Daher wissen wir die einzelnen Spiele für uns auch einzuordnen. Die Partie in Duisburg am zweiten Spieltag war für uns zum Beispiel ein schwieriges Spiel trotz des Sieges. Wir wissen, dass es gegen keinen Gegner einfach wird und wir uns immer wieder alles hart erarbeiten müssen.

Entsprechen denn 15 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt dem Potenzial der Mannschaft?

In der Englischen Woche haben wir zu wenige Punkte geholt, nur ein Zähler aus drei Partien. Aber es gibt auch andere Spiele, in denen wir für eine Überraschung sorgen konnten. Oder Partien wie die gegen Ingolstadt, in denen auch das Spiel mit Ball hervorragend und nahezu perfekt war. Nach meiner Beobachtung entwickelt sich die Mannschaft insgesamt sehr gut weiter, das ist ganz wichtig. Wir sind auf einem guten Weg. Und es macht momentan einfach Spaß, mit diesen Jungs auf dem Platz zu stehen.

Das Spiel gegen Regensburg steigt am späten Montagabend, sicher nicht gerade der Wunschtermin vieler Fans. Was sagen Sie den Zuschauern, warum es sich trotzdem auf jeden Fall lohnt, ins Ruhrstadion zu kommen?
Ich bin überzeugt, dass es ein richtig gutes Spiel wird. Auch wenn der Name es vielleicht nicht vermuten lässt, erwartet uns mit Regensburg ein sehr guter und attraktiver Gegner. Aber wir werden alles tun, um die drei Punkte trotzdem unbedingt in Bochum zu behalten!

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