Impressionen aus dem Corona Urlaub
Luxus, Panik oder Langeweile?

Spielplätze sind gesperrt
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Eine Definition von Wikipedia: „Luxus bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über …den üblichen Lebensstandard hinausgehen bzw. über das in einer Gesellschaft als notwendig oder sinnvoll erachtete Maß.“

Mal kurz nachschauen: Mehl und Zucker sind im Schrank, Nudeln vorhanden, Seife, Reinigungsmittel und Toilettenpapier ebenfalls. Allerdings nur in haushaltsüblichen Mengen, nicht mehr als notwendig. Also lebe ich nicht im Luxus... oder vielleicht doch? Immerhin hatte ich das Glück und habe die gerade sehr begehrten Güter noch bekommen.
Luxus definiert jeder anders für sich. Für mich bedeutet Luxus unter anderem: Zeit zu haben und ein Stück weit Freiheit, für ein selbstbestimmtes Leben.

Trotz voller Geschäfte hat man in diesen Tagen beim Einkaufen tatsächlich seine Freiheit: Leichtes Hüsteln verursacht bei den anderen Kunden ein flashmobartiges Fluchtverhalten.
Die Angst davor, sich anzustecken hält viele Menschen auf Abstand. Versehentliches Anrempeln fällt aus.

Auch die Kinder fühlen sich gerade frei: Sie freuen sich über die spontanen „Corona-Ferien“. Aus „Endlich Wochenende!“ wurde „Du brauchst vorerst nicht mehr zur Schule gehen!“.

Doch auch so ein Luxusleben hat seine Schattenseiten.
Von wegen keine Schule mehr: Home-Office ist angesagt!
Selbstbestimmtes Leben? Nichts da: Soziale Kontakte vermeiden, Zuhause bleiben und die Freizeitaktivitäten einschränken.
Beim Einkaufen in die teilweise panischen und verängstigten Gesichter der Menschen zu schauen verursacht mir einen Gänsehautschauer. Viele Menschen sind verunsichert und haben wirklich Angst.

Auch wenn derzeit viele Fakenews und Panik unterwegs sind, es gibt auch echte und beruhigende Fakten:

„Dabei verliefen rund 80 % der Erkrankungen milde bis moderat. Vierzehn Prozent verliefen schwer, aber nicht lebensbedrohlich und in 6 % war der klinische Verlauf kritisch bis lebensbedrohlich…“ Zitat von der Internetseite des Robert Koch Instituts www.rki.de

Unser Leben wird gerade extrem eingeschränkt. Das Robert Koch Institut erklärt dazu auf seiner Internetseite:

„…verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. …Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und Zeit gewonnen werden, um weitere Vorbereitungen zu treffen, wie Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen.“ Zitat von der Internetseite des Robert Koch Instituts www.rki.de

Spätestens jetzt, dank zahlreichen, verständlichen Infografiken, Hinweisen im Radio, Zeitungsmeldungen und Corona-Spots im TV, weiß mittlerweile jeder hoffentlich wieder, wie man sich generell gegen Viren schützen kann und wie man seine eventuell vorhandenen Viren, nicht so schnell verbreitet.
Ein Nudel-Toilettenpapierparadies mag für einige im Moment ein echtes Luxusleben sein, aber es schützt nicht vor Viren und auch nicht vor einem Ausbruch einer virusbedingten Krankheit.

Die Menschen, die nicht gehamstert haben und körperlich, sowie altersbedingt vielleicht gar nicht in der Lage sind, täglich mehrmals nachzuschauen, ob die Waren aufgefüllt wurden, sind die Leidtragenden. Die Schwachen gehen hier leer aus.
Doch genau auf die müssen wir jetzt aufpassen und ihnen helfen, anstatt egoistisch zu denken! Ein bisschen mehr Nächstenliebe und dafür weniger Egoismus und weniger Panik würden hier schon helfen!

Fazit: Die Situation mit dem nötigen Respekt beobachten, Hygieneregeln beachten und Risikogruppen schützen sind jetzt wohl die sinnvollsten Sachen, die wir alle machen können um uns und auch allen anderen zu helfen.
Und gegen die Langeweile gibt es viele kreative Beschäftigungsmöglichkeiten.

In diesem Sinne: Bleibt gesund, körperlich und psychisch!

Autor:

Stefanie Vollenberg aus Bottrop

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