Unruhe in Obercastrop
Polizei und Stadtverwaltung auf dem Schulhof der Elisabethschule im Einsatz

Polizei und Stadtverwaltung sind auf dem Schulhof der Elisabethschule im Einsatz.
  • Polizei und Stadtverwaltung sind auf dem Schulhof der Elisabethschule im Einsatz.
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  • hochgeladen von Vera Demuth

Verändert sich Obercastrop zum Negativen? Der Meinung sind Christiane H. und Susanne N., die sich im Förderverein der Elisabethschule engagieren. Nachdem bekannt wurde, dass ein Drittklässler von Jugendlichen vom Schulhof verjagt worden war, wandten sich die beiden Frauen mit einem offenen Brief an die Stadtanzeiger-Redaktion.

Von Zerstörungen, einer aufgebrochenen Garage, entwendeten Spielgeräten, herausgerissenen Blumen und angezündeten Abfallcontainern berichten die Mütter, die ehrenamtlich in der Elisabethschule tätig sind. „Wir haben immer wieder das Gespräch mit den Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen gesucht. Haben darauf hingewiesen, dass das Schulgelände ein Spielort für Kinder ist.“ Daraufhin seien sie von den Jugendlichen als Nazis und AfD-Wähler bezeichnet worden.
Auch Besucher des Lichterfests im November 2018 seien von den Jugendlichen angepöbelt, bespuckt und beschimpft worden, so die beiden Frauen. Damals riefen sie die Polizei, die die Personalien der Jugendlichen aufnahm. Bei einem erneuten Vorfall im Mai dieses Jahres erstatteten die Frauen Anzeige. Ihrer Ansicht nach sei die Problematik seit Jahren bekannt und habe sich in den vergangenen Monaten zugespitzt.
Doch was können Stadtverwaltung und Polizei konkret tun? "Die Aufsuchende Jugendarbeit der Stadt hat bereits vor den Sommerferien Gespräche mit der Elisabethschule geführt", erklärt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi auf Stadtanzeiger-Nachfrage. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) sei regelmäßig am Wochenende mehrmals am Abend an einer Schule unterwegs. "Dies aber natürlich im Wechsel an allen Schulen." An der Elisabethschule seien mehrfach Getränkeflaschen und Müll von Fastfood-Produkten wahrgenommen worden. Außerdem sei bereits seit einigen Jahren zusätzlich ein privater Wachdienst beauftragt, in unregelmäßigen Abständen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten in den Abendstunden an Schulen nach dem Rechten zu sehen, so Fulgenzi.

Polizei kontrolliert

Auch die Polizei kontrolliert, zum Teil zusammen mit dem KOD. "Wenn wir auffällige Bereiche haben, sucht der Bezirksbeamte sie auf und spricht mit den Jugendlichen, falls er sie antrifft", sagt Michael Franz, Sprecher der Polizei Recklinghausen. Graffitis und Sachbeschädigungen etwa seien Straftaten. "Dann stellen wir die Personalien fest, und die Leute werden Teil eines Ermittlungsverfahrens und vernommen."
An der Elisabethschule habe die Polizei mit Jugendlichen gesprochen, bestätigt Franz die Pöbelei gegenüber dem Drittklässler. "Für Straftaten haben wir aber keine Anhaltspunkte gefunden."
Der Bezirksbeamte versuche, Kontakt zu den Anwohnern herzustellen, damit diese bei einem Vorfall schnell die Polizei über die Notrufnummer 110 informieren, sagt Franz. "Wir müssen feststellen, ob eine Straftat vorliegt. Beschwerden im Nachhinein reichen nicht."

Autor:

Vera Demuth aus Stadtspiegel Bochum / Wattenscheid

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