Stadt will sich nach "Grillschein" erkundigen
Öffentliches Grillen ist umstritten

Öffentliches Grillen ist nicht zuletzt wegen des Mülls umstritten.
  • Öffentliches Grillen ist nicht zuletzt wegen des Mülls umstritten.
  • Foto: Mering
  • hochgeladen von Vera Demuth

Spätestens bei solch traumhaftem Wetter wie am vergangenen Osterwochenende kommt bei vielen Menschen der Wunsch auf zu grillen. So wurde in der Facebook-Gruppe "Du bist Castroper, wenn ..." gefragt, wo man in Castrop-Rauxel offiziell grillen darf. Doch was des einen Freud ist, ist des anderen Leid, denn nicht immer nehmen die Grillfreunde hinterher ihren Müll wieder mit.

In Castrop-Rauxel gibt es zurzeit genau einen zugelassenen Grillplatz: auf dem ehemaligen Rennbahngelände. "In der Vergangenheit hat es Bestrebungen gegeben, weitere Grillplätze einzurichten. Diese sind noch nicht zum Abschluss gekommen", teilt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi auf Stadtanzeiger-Anfrage mit.
Die Möglichkeit, weitere öffentliche Grillplätze zu schaffen, hatte die FDP im Juli 2018 in der Sitzung des Betriebssausschusses 1 ins Spiel gebracht. Die übrigen Ausschussmitglieder waren überwiegend skeptisch, weil sie vermehrten Müll befürchteten, empfahlen aber, dass die Stadtverwaltung die Möglichkeit weiterer Plätze prüft. Stadtanzeiger-Leser äußerten damals in Leserbriefen ebenfalls die Sorge, dass mehr Grillplätze Natur und Umwelt stärker belasten würden.

Erkundigung nach "Grillscheinen"

Das Thema öffentliches Grillen ist auch in anderen Städten nicht unumstritten. In Gladbeck, das wie Castrop-Rauxel zum Kreis Recklinghausen gehört, dürfen öffentliche Grillplätze seit dem 16. April nur noch benutzt werden, wenn Bürger zuvor einen kostenlosen "Grillschein" beantragt haben. "Grillberechtigungsscheine wurden in Castrop-Rauxel noch nicht erwogen. Der Bereich Ordnung und Bürgerservice wird sich aber um einen Erfahrungsaustausch bemühen", sagt Fulgenzi.
Darüber hinaus sorgt das wilde Grillen an öffentlichen Orten, die nicht zum Grillen bestimmt sind, immer wieder für Ärger. Das Problem kennt man ebenfalls bei der Stadt. "Wildes Grillen konzentriert sich nicht auf einen bestimmten Ort, sondern kommt allgemein im Stadtgebiet gelegentlich vor", erklärt Fulgenzi. "Besonders ärgerlich ist dabei der zurückbleibende Müll."

Autor:

Vera Demuth aus Stadtspiegel Bochum / Wattenscheid

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