Razzia in Shisha-Bars

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Eine Razzia wurde am Montagabend (6. August) in acht Shisha-Bars und -Cafés durchgeführt. Von der Großkontrolle durch Zoll, Städte und Polizei waren acht Objekte in Castrop-Rauxel, Herten, Recklinghausen und Waltrop betroffen.

"Im Mittelpunkt der Kontrollen stand die Überprüfung von steuerrechtlichen beziehungsweise ordnungsrechtlichen Aspekten. Die Polizei konzentrierte sich bei der Aktion auf die Überprüfung von Personen in den Lokalitäten und die Überprüfung von Fahrzeugen im Umfeld der Betriebe", teilte die Polizei am Dienstag (7. August) mit.

Unversteuerter Wasserpfeifentabak und Strafanzeigen
"Die Zollbeamten stellten über 50 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sicher. Darüber hinaus leiteten sie vier Strafanzeigen sowie vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen steuerrechtlicher Verstöße ein. Die städtischen Mitarbeiter stellten in einem Fall Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz fest (...). In einem weiteren Fall wurden wegen Verstößen gegen das Nichtrauchergesetz, Jugendschutzgesetz und die Sondernutzungssatzung Ordnungswidrigkeitenanzeigen eingeleitet. (...)
Die Polizei kontrollierte 77 Personen. Ein Mann wurde auf Grund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen. Zwei Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet und geringe Mengen von Betäubungsmitteln sichergestellt.
Darüber hinaus leiteten die Beamten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Das aufgefundene Einhandmesser wurde sichergestellt."

Das sagt die Polizeipräsidentin
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen äußert sich wie folgt: "Eine überörtliche Vernetzung beziehungsweise Verflechtung von Clanmitgliedern ist in unseren Kommunen feststellbar. Auch bei uns leben Clanmitglieder, die durch Straftaten aufgefallen sind (...). Für uns ist aber nicht nur wichtig, was wir aktuell sehen. Wir müssen auch das sichtbar machen, was wir zurzeit noch nicht sehen. Deshalb müssen wir auch Einblick in Strukturen bekommen, die zurzeit noch im Verborgenen liegen.
Insbesondere die Aufhellung dieser Strukturen stellt uns vor große Herausforderungen.
Die Situation in unseren Kommunen mag augenscheinlich nicht vergleichbar sein mit anderen Städten. Eine Ausbreitung von organisierter Kriminalität und eine Verfestigung von kriminellen Strukturen bekämpfen wir bereits im Ansatz. Dazu werden wir alle rechtlichen Möglichkeiten ausnutzen, um die 'abgeschotteten Bereiche' zu erhellen. Hierzu ist eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit von unterschiedlichen Behörden und Fachdienststellen erforderlich."
Hierzu zählten insbesondere Finanzbehörden, kommunale Fachbereiche sowie die Justizbehörden.
Die Bekämpfung von Clankriminalität sei ein weiterer Schwerpunkt der Polizei Recklinghausen. Zur Koordinierung und Abstimmung weitergehender Maßnahmen hatte die Polizeipräsidentin die Bürgermeister beziehungsweise Vertreter aller elf Kommunen, den Landrat und Fachleute des LKA am Dienstag zu einer Sicherheitskonferenz eingeladen. Bei diesem Treffen sei die Einrichtung eines runden Tisches unter Beteiligung aller elf Kommunen und des Kreises vereinbart worden.
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