Bahnhof Dinslaken: Wo bitte ist der Fahrstuhl?

MdB Bärbel Höhn informierte über die Energiewende im Großen wie im Kleinen.  (Kl. Foto v.l.):  Anne Bardtke, Malte Kemmerling, Beate Stock-Schroer,  Bärbel Höhn und Jenny Bittner (Grüne + Grüne Jugend Dinslaken). Foto: Heinz Kunkel
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  • MdB Bärbel Höhn informierte über die Energiewende im Großen wie im Kleinen. (Kl. Foto v.l.): Anne Bardtke, Malte Kemmerling, Beate Stock-Schroer, Bärbel Höhn und Jenny Bittner (Grüne + Grüne Jugend Dinslaken). Foto: Heinz Kunkel
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Umweltpolitk ist immer auch Bahnpolitik. Denn nur mit funktionierenden öffentlichen Verkehrssysthemen können Dauer-Staus und Umweltverschutzung nachhaltig und effizient verringert werden.

Die überzeugte Bahnfahrerin Barbel Höhn kennt natürlich auch die unhaltbare fahrstuhllose Situation am Dinslakener Bahnhof von vielen Besuchen in ihrem hiesigen Wahlkreis.

Auch wenn die ehemalige NRW-Umwelt- und Verbraucherschutzministerin gut zu Fuß ist, so weiß sie doch um die vielen Fahrgäste, die wegen schwerem Gepäck, Kinderwagen, Rolli oder Rollator und Fahrrad täglich mit der hohen Bahnhofstreppe zu kämpfen haben. Der Bahnhofsfahrstuhl fehlt an allen Ecken und Enden.

Die Bahn macht mobil?

Unbeschwertes Bahnfahren, wie in den Millionen-Werbekampagnen der Bahn suggeriert wird, ist ab Dinslaken nicht möglich. Von den derzeit reparturtechnisch-bedingten Regelverspätungen in beide Richtungen ganz zu schweigen. (Denen fiel auch Bärbel Höhns Zug aus Oberhausen zur ihrer Dinslakener Energiewende-Veranstaltung zum Opfer). Doch das sind zeitlich begrenzte Probleme, die laut Bahn nur noch bis Ende September andauern sollen.

Die Grüne Jugend Dinslaken, die im Sommer das Thema wieder ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gebracht hatte, will sich direkt bei der Stadt für den Fahrstuhl im Zuge der anstehenden Innenstadtneugestaltung stark machen, so Annika Stock-Schroer (Grüne Jugend): „Denn mit über 22 Millionen für die Erneuerung der Innenstadt ist ja nun Geld da.“ Den Fahrstuhl selbst will die Bahn einrichten. Städtisch geht es um die Folgekosten.

Energiewende konkret

Wenn ein grüner Polit- Star wie Bärbel Höhn live und zum Anfassen samstagsmorgens in der Fußgängerzone steht, dann sammeln sich natürlich auch schnell Passanten und Sympatisanten:

Die Atomreaktorkatastrophe in Fukushima hat viele zum Nachdenken gebracht. Neben der großen bundespolitischen Energiewende geht es auch um die persönliche Energiewende jedes Einzelnen. Was kann man selber tun? Welche regernativen Techniken sind als Brückentechnologie bis zum endgültigen Atomausstieg geeignet?

„NRW war immer ein Energieerzeugerland.“, so Höhn, die diese Kompetenz auch hier erhalten will. Als Brückentechnologie sieht sie aber nicht die Atom - oder Kohle-energie, sondern hier möchte sie „idealerweise auf Erdgas zurück greifen“. Bärbel Höhn: „Wie bei einem Gasherd, kann man das Gas bei Bedarf anschalten und dann eben auch wieder ausschalten. Kohle- und Atomenergie sind abgesehen von der Gefährlichkeit der letzteren (und der ungeklärten Atom-Endlagerung) nicht so flexibel. Auch die Windenergie ist noch nicht optimal zu nutzen. Stichwort Speicherung. Denn wohin mit der überschüssig erzeugten Energie, wenn die Windräder sich drehen? Diese Speicher- und Weiterverkaufsproblematik stellt sich bei der Gasnutzung nicht.“

(Erschienen im Niederrhein Anzeiger KW 38/11 cd)

Autor:

Caro Dai aus Essen-Werden

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