GSW bildet Lehrer fort
Fit für die digitale Zukunft

In der Gesamtschule Wulfen sind in den Klassenräumen die Whiteboards montiert und die Lehrer haben iPads erhalten. Nun werden sie im Umgang damit geschult, unter anderem von der ehemaligen GSW-Schülerin Dilara Doguc 2. v. links). Von links: Hermann Twittenhoff, Schulleiter, Susanne Öngören, didaktische Leiterin, Olaf Herzfeld und Michael Schmale. Letztere begleiten und organisieren die Digitaliserungsschritte.
  • In der Gesamtschule Wulfen sind in den Klassenräumen die Whiteboards montiert und die Lehrer haben iPads erhalten. Nun werden sie im Umgang damit geschult, unter anderem von der ehemaligen GSW-Schülerin Dilara Doguc 2. v. links). Von links: Hermann Twittenhoff, Schulleiter, Susanne Öngören, didaktische Leiterin, Olaf Herzfeld und Michael Schmale. Letztere begleiten und organisieren die Digitaliserungsschritte.
  • Foto: GSW
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Wie sehen digitale Schulen heute und morgen konkret aus? Welche Unterstützung brauchen Lehrende wirklich? Und welchen Mehrwert können sie mit digitalen Lernsettings erzielen? Diese Fragen stellt sich die Gesamtschule Wulfen seit Monaten und baut ihr Digitalisierungskonzept nun weiter aus.

Mit Ausbruch der Corona-Pandemie im letzten Jahr bestand plötzlich die Herausforderung den Unterricht digital zu gestalten und die Erreichbarkeit der Schüler im Homeschooling sicherzustellen. „Die Anschaffung von Whiteboards und Laptops allein ist kein Garant für pädagogische Qualität – dies gilt im Übrigen auch für das Buch, das Schreibheft und die Kreidetafel. Es sind immer die pädagogischen Konzepte, die aus der Vielfalt an Angeboten gute Bildung machen. Daher gilt bei uns: Keine Förderung ohne Qualifizierung der Lehrenden und ohne technisch-pädagogisches Einsatzkonzept. Investitionen in digitale Bildungsinfrastrukturen, pädagogische Konzepte sowie die gezielte Qualifizierung von Lehrkräften müssen Hand in Hand gehen“, sagt Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule.

So wurde bereits letztes Jahr auf die schul.cloud gesetzt - ein Messenger, der der Kommunikation zwischen Schule und Schülern dient und aus einer Cloud zum Datenaustausch besteht. Somit können die Aufgaben ins Homeschooling transportiert und von den Schülern wieder bearbeitet zurückgesendet werden.

Nun geht die Gesamtschule Wulfen den nächsten Schritt der Digitalisierung. Mit dem Ausbau der Whiteboards an der Schule in den Klassenräumen und den den Lehrern zur Verfügung gestellten iPads, gestaltet sie den Unterricht noch digitaler. Hier wird in der Gesamtschule Wulfen das Education-Paket von Microsoft 365 eingesetzt. Dieses Paket ist für Schulen, Lehrer und Schüler in der Cloudversion kostenlos. Neben den klassischen Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint stehen alle modernen Lösungen wie Teams, Outlook, OneDrive, Sharepoint und OneNote für den digitalen Unterricht zur Verfügung.

Da Digitalisierung nicht von heute auf morgen geht, wurden nun die Möglichkeiten mit den Tools von Microsoft 365 für eine Unterrichtsvorbereitung und einen digitalen Unterricht mit OneNote zunächst erprobt und gestaltet. Um das Lehrpersonal in der Anwendung fit zu machen, hat es eine intensive interne Schulung gegeben. Dazu wurde das Know-how des in Dorsten ansässigen Unternehmens Belware GmbH hinzugezogen. Vier Experten der Firma waren in der Gesamtschule Wulfen zu Gast und haben ihr Wissen an das restliche Lehrpersonal weitergegeben. Die Digitalisierung ist bei der Belware GmbH seit 20 Jahren ein Kerngebiet und als Microsoft Goldpartner wurde hier ein idealer Ansprechpartner für die Anwendungsschulung gefunden.

„Digitale Medien und Lerninfrastrukturen ermöglichen neue Lernformen. Das ist hilfreich bei einigen großen Aufgaben, vor denen die Gesamtschule Wulfen steht“, so die didaktische Leiterin Susanne Öngören. Angesichts der sozialen und kulturellen Vielfalt der Schülerschaft müsse Bildung individueller gestaltet werden. Es sei für alle Schüler wie für Lehrkräfte lernförderlich, wenn indivi¬duelle Lernfortschritte genauer erfasst und durch gezielte Auswahl von Lernbausteinen und -materialien unterstützt würden. „Digitale Medien können das Lernen im Unterricht und außerhalb der Schule besser vernetzen und dazu beitragen, Bildungsbenachteiligung auszugleichen“, argumentiert Susanne Öngören.

Quelle: GSW

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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