Integrierte Dorfentwicklung in Lembeck und Rhade
Stadtverwaltung Dorsten sieht in den Dörfern besondere Herausforderungen

Die beiden nördlichsten Ortsteile der Stadt, Lembeck und Rhade, sind von ihren Strukturen recht ähnlich und sollen ab 2021 weiterentwickelt und aufgewertet werden.
  • Die beiden nördlichsten Ortsteile der Stadt, Lembeck und Rhade, sind von ihren Strukturen recht ähnlich und sollen ab 2021 weiterentwickelt und aufgewertet werden.
  • Foto: Stadt Dorsten
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Nachdem in den vergangenen Jahren Wulfen-Barkenberg, Hervest und zuletzt die Altstadt von geförderten Entwicklungsprogrammen profitiert haben, plant die Stadtverwaltung Dorsten, die Stadtteile Lembeck und Rhade in den Fokus zu nehmen. Die beiden nördlichsten Ortsteile der Stadt sind von ihren Strukturen recht ähnlich und sollen ab 2021 weiterentwickelt und aufgewertet werden. Das Ziel ist es, die Dörfer langfristig zukunftssicher zu machen.

„Wir möchten die dörflichen Strukturen fördern. Denn auch hier gibt es Herausforderungen, die sich natürlich von denen im urbanen Bereich erheblich unterscheiden“, sagte Tobias Stockhoff bei einer Presserunde im Rathaus, an der auch Vertreter aus beiden Stadtteilen teilgenommen haben. Der Bürgermeister hob das hohe bürgerschaftliche Engagement in beiden Stadtteilen hervor, das bei der integrierten Dorfentwicklung als Basis dienen soll.

Zukunftsstrategie

Sowohl in Lembeck als auch in Rhade haben sich Bürgerinnen und Bürger schon vor Jahren auf den Weg gemacht, eine Zukunftsstrategie für ihre Stadtteile zu entwickeln. Die „Rahmenplanung Rhade“ hat bereits 2013 erste Akzente gesetzt, in Lembeck gibt es seit 2014 das „Fundbüro für Dorfideen“.
„Es ist gut, dass die Dörfer jetzt an der Reihe sind und wir durch die Stadtverwaltung professionelle Begleitung bei der Entwicklung unserer Ideen erfahren“, betonte etwa Stefan Risthaus als Vertreter der Lembecker Stadtteilkonferenz Porte. Für Rhade sprach unter anderem Heribert Triptrap: „Wir haben Humanressourcen zu bieten und sind bereit, jederzeit mit anzupacken.“

Dass der Startschuss 2021 fallen soll, ist kein Zufall. Viele Maßnahmen des Stadterneuerungsprogramms „Wir machen Mitte“, durch das seit fünf Jahren vorrangig die Dorstener Innenstadt enorm aufgewertet wird, werden Ende 2022 abgeschlossen sein. Bis dahin binden sie noch personelle Ressourcen in der Verwaltung.

Integrierte Dorfentwicklung

Die Planungen für die integrierte Dorfentwicklung sollen allerdings schon in diesem Jahr beginnen. Besonders unter die Lupe genommen werden sollen neben den Bereichen Wohnen, Verkehr und Versorgung auch die Themen Soziales, Kultur, Umwelt, Digitalisierung und Landwirtschaft. Sowohl für Lembeck als auch für Rhade soll nach der Vorbereitungsphase je ein Leitbild stehen.

Der Technische Beigeordnete Holger Lohse betonte, dass die Stadtverwaltung hofft, bei den Maßnahmen auf Fördermittel zurückgreifen zu können. Sowohl Lembeck als auch Rhade liegen in der „Vital.NRW-Region Hohe Mark“, in der das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW Entwicklungsstrategien speziell fördert. Aus dem Ministerium könnten dann zu einem späteren Zeitpunkt auch Mittel über das Programm „Dorferneuerung“ beantragt werden.
Hinter den Plänen der Stadtverwaltung stehen auch Vertreter der Politik. Mit Bernd-Josef Schwane, Friedhelm Fragemann, Susanne Fraund und Lutz Ludwig haben die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, Grüne und FDP an der Gesprächsrunde im Rathaus teilgenommen und ihre Zustimmung zum Ausdruck gebracht.

Quelle: Stadt Dorsten

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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