„Ein Stuhl – ein Mensch – eine Chance“
Durch Stühle sollen Kontakte zu Arbeitgebern hergestellt werden

Zahlreiche Akteure haben sich in der Innenstadt vor der Franziskanerpassage an der Lippestraße über das Projekt „Ein Stuhl – ein Mensch – eine Chance“ informiert.
  • Zahlreiche Akteure haben sich in der Innenstadt vor der Franziskanerpassage an der Lippestraße über das Projekt „Ein Stuhl – ein Mensch – eine Chance“ informiert.
  • Foto: Stadt Dorsten
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Wer in diesen Tagen durch die Fußgängerzone der Dorstener Innenstadt läuft, dem werden sicher die rund 80 Stühle aufgefallen sein, die unweit des Grundgesetzladens an der Franziskanerpassage an der Lippestraße stehen.

Hinter den von Schülerinnen und Schülern der Dorstener Förderschulen, der Dorstener Hauptschulen und der Neuen Schule liebevoll gestalteten Stühlen steckt die Aktion „Ein Stuhl – ein Mensch – eine Chance“ im Rahmen der „Dorstener Woche des Grundgesetzes“ Das Ziel: Jugendliche sollen durch die Stühle Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfen.

Jeder individuell gestaltete Stuhl steht nämlich für einen jungen Menschen, der einen Platz in der Arbeitswelt sucht und dient quasi als Bewerbung für ein Praktikum. Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer bzw. Ausbilderinnen und Ausbilder können sich noch bis Samstag täglich in der Zeit von 10 bis 14 Uhr einen Stuhl aussuchen, der ihnen besonders gut gefällt.

Martina Lissner von der Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten stellt dann den Kontakt zwischen dem/der kreativen Stuhlgestalter/in her und begleitet den Kennlernprozess gemeinsam mit der zuständigen Schulsozialarbeiterin. „Es wäre wunderbar, wenn durch unser Projekt Praktika oder Schnuppertage in Betrieben zu Stande kommen“, sagt die Initiatorin. In dieser Woche sind schon mehr als zehn Kontakte hergestellt worden. Martina Lissner ist sehr zuversichtlich, dass es in den meisten Fällen mindestens zu Praktika kommen wird.

Ein großer Fan der Aktion ist auch Ludger Blickmann. Der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen hat sich zu Beginn der Woche selbst von den tollen Stühlen überzeugt. „Chapeau für dieses beeindruckendes Projekt“, sagt er und ergänzt: „Die Erfahrung zeigt, dass es egal ist, welche Schule die jungen Menschen besuchen. Wichtig ist, ihr Potenzial zu sehen.“

Joachim Griese, der einen Malerbetrieb in Dorsten führt, kann dem nur zustimmen und seine Handwerkskollegen und Handwerkskolleginnen ermutigen, jungen Menschen, unabhängig der Schulform, zumindest Praktikumsplätze anzubieten. „Wir Handwerker brauchen Leute, die anpacken wollen“, sagt er.

Der Malermeister spricht aus Erfahrung. Er hat dem 22 Jahre alten Cedric zunächst durch ein Praktikum Einblicke in seinen Betrieb ermöglicht. Nach kurzer Zeit stand fest, dass der ehemalige Schüler der von-Ketteler-Schule einen Ausbildungsvertrag erhalten soll. Beim Pressegespräch hat auch Cedric sehr offen über seinen Werdegang gesprochen, der zeitweise „ziemlich holprig“ verlief. „Nach Jahren mit Problemen und Hindernissen wollte ich endlich auf eigenen Beinen stehen und bin sehr dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, diese Ausbildung zu machen“, sagt er.

Unterstützung für junge Menschen wie Cedric, aber selbstverständlich auch für Betriebe, gibt es zu jeder Zeit durch Martina Lissner von der Jugendberufshilfe oder auch durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins Ausbildungspaten im Kreis Recklinghausen, der sich in diesen Tagen ebenfalls in der Dorstener Innenstadt vorstellt.

Nina Laubenthal, die Erste Beigeordnete der Stadt Dorsten, ist ebenfalls begeistert vom Projekt „Ein Stuhl – ein Mensch – eine Chance“ – allem voran von der Kreativität er Schülerinnen und Schüler der Dorstener Schulen. Am liebsten würde sie die Stühle mit in ihr Büro ins Rathaus nehmen. „Jeder Stuhl ist auf eigene Weise ein kleines Kunstwerk“, sagt sie und ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass die Aktion so gut angenommen wird und hoffe natürlich, dass viele Schülerinnen und Schüler Kontakte zu Ausbildungsbetrieben knüpfen können.“

Weitere Informationen zum Projekt „Ein Stuhl – ein Mensch – eine Chance“ gibt es bei Martina Lissner von der Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten unter der Rufnummer 0157 36902582 oder 02362 664580 und E-Mail an martina.lissner@dorsten.de.

Quelle: Stadt Dorsten

Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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