Guido Schuchert gewinnt beim größten Rennen der Welt

Guido Schuchert lenkte den BMW in der Grünen Hölle nach 24 Stunden als erster über die Ziellinie.
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  • Guido Schuchert lenkte den BMW in der Grünen Hölle nach 24 Stunden als erster über die Ziellinie.
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Wenn wir länger nicht über den rasenden KFZ-Meister aus Dorsten berichten, folgt überraschend eine Sensationsmeldung. Auch diesmal ließ uns Guido Schuchert nicht im Stich und trat beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an.

Das mehrtägige Motorsport-Event auf dem Nürburgring gilt als das größtes und auch härtestes Autorennen der Welt. Auf der 25 Kilometer langen Strecke starteten 165 Fahrzeuge, und wie gewohnt fanden sich über 200.000 Zuschauer ein, die größtenteils rund um die Nordschleife verteilt zelten und eine riesige Party feiern.

In diesem Jahr nahm Guido Schuchert, der im Dorstener Autoviertel an der Glashütte seine eigene Kfz-Werkstatt betreibt, zum ersten Mal am 24-Stunden-Rennen teil. Im Cockpit des Hedemann-BMW machte er schon beim Qualifying seinem Stamm-Team master orange motorsport alle Ehre und fuhr den Z4-Rennwagen auf die Pole Position. Seine Fahrerkollegen konnten die Position halten, so dass der Rennbolide tatsächlich auf Startplatz 1 der Klasse SP6 ins Rennen ging. Danach folgten 24 Stunden Renn-Krimi. Ein Ausritt durch das Kiesbett, kleinere Defekte in der Nacht und eine verlorene Heckschürze konnten die perfekt arbeitende Crew aber nicht erschüttern. So fuhr der Z4 sogar noch einen Vorsprung zum Zweitplatzierten heraus.

Weil Guido Schuchert in der Lage ist, bei sehr geringem Materialverschleiß noch immer extrem schnell unterwegs zu sein, erhielt er vom Team den Auftrag, das schon angeschlagene Auto bis ins Ziel zu fahren. Und das nicht etwa nur für den letzten, sondern auch für den vorletzten Stint des Rennens. Eine schwierige und überaus anstrengende Aufgabe lag vor dem Dorstener, der die Erwartungen aber sogar noch übertraf. In der vorletzten Rennrunde konnte er den Vorsprung auf mehr als eine ganze Runde ausdehnen. Welch ein Glück, denn in genau diesem Moment kollidierte ein anderer Teilnehmer mit dem nur noch wenige Minuten vom Ziel entfernten BMW: Bei langsamer Fahrt mit teilweise zerstörten Radaufhängunen gelang es Guido Schuchert, in einer atemberaubenden Runde das Auto ins Ziel zu fahren. Langsam genug, damit es durchhält, und schnell genug, damit der Vorsprung noch reicht. Mit stockendem Atem beobachtete die Crew den über die Ziellinie rollenden Z4, der für das Hedemann-Team und den Fahrer Guido Schuchert Platz 1 und damit den Klassensieg bedeutet.

„Tausende winkende Fans, die Gänsehaut beim Überfahren der Ziellinie und das Gefühl, nach der Faszination über die erste Teilnahme an diesem Traum-Rennen dann auch gleich noch zu gewinnen, sind einfach unbeschreiblich“, erzählt Guido Schuchert. „Ich freue mich, dass ein weiterer master-orange-Fahrer einen solch erfolgreichen Karriereweg macht“, fügt Thomas Sandmann hinzu. Nach langjährigem Training auf der Nordschleife begann Schucherts Rennfahrer-Karriere nämlich in einem master-orange-BMW bei der Rundstrecken-Challenge, worauf dann im gemeinsamen Orange Green Racing Team der Gewinn der Meisterschaft mit Schucherts BMW M3 folgte. „Außerdem arbeitet Guido inzwischen als Instruktor bei unseren Fahr-Events“, fügt Thomas Sandmann hinzu, der neben seinen eigenen Erfolgen aus Zeiten der Gruppe-A-Tourenwagen nun auch einen Trainer mit 24-Stunden-Sieg aufweisen kann. Ein rundum positiver Erfolg, zu dem auch wir gratulieren.

Guido Schuchert lenkte den BMW in der Grünen Hölle nach 24 Stunden als erster über die Ziellinie.
Rennfahrer Guido Schuchert wohnt in Lembeck und betreibt eine eigene Kfz-Werkstatt in Dorsten an der Glashütte.
Autor:

Olaf Hellenkamp aus Dorsten

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