Bei Streit im Stadtteil

Die Konfliktmanager des Planerladens in der Nordstadt helfen bei Problemen, die durch das Zusammenleben verschiedenster Kulturen in der Nordstadt entstehen. Jetzt ist das Projekt bis 2015 gesichert. | Foto: Planerladen
  • Die Konfliktmanager des Planerladens in der Nordstadt helfen bei Problemen, die durch das Zusammenleben verschiedenster Kulturen in der Nordstadt entstehen. Jetzt ist das Projekt bis 2015 gesichert.
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Der Planerladen e.V. hat die Notwendigkeit für ein „Konfliktmanagement im Stadtteil“ bereits vor vielen Jahren in seinen Nachbarschaftsforen erkannt und mit den Vorgängerprojekten „Konfliktvermittlung im nachbarschaftlichen Bereich“ (2000- 2004) sowie „Brücken bauen zwischen den Welten!“ (Laufzeit 2006 - 2009) in diesem Handlungsfeld Pionierarbeit geleistet.
Ein deutlicher Beleg für die erfolgreiche Arbeit war nicht zuletzt die Auszeichnung im Rahmen des bundesweiten Preises „Soziale Stadt“ in 2004.
Das aktuelle Projekt „Richtig streiten will gelernt sein – Konfliktmanagement in der Dortmunder Nordstadt“ bekam in 2011 den Zuschlag für die EU-Förderung und hat nach einjähriger Startphase nun eine Anschlussförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und den Europäischen Integrationsfonds (EIF) erhalten.
Ziel des Projektes ist die Förderung des friedlichen, interkulturellen Zusammenlebens und der Integration von Drittstaatsangehörigen (d.h. Menschen mit Staatsangehörigkeit außerhalb der Europäischen Union). Konkret bedeutet dies: Durch die Vielfalt der verschiedenen Kulturen und Lebensstile bietet die Dortmunder Nordstadt nicht nur größere Entfaltungsmöglichkeiten, sondern auch ein größeres Konfliktpotenzial als kulturell homogene Stadtteile.
Das an die Integrationsagentur des Planerladen e.V. angedockte Projekt bietet daher in den seit nunmehr zehn Jahren im Stadtteil etablierten Räumlichkeiten in der Schützenstraße 42 im Quartier Hafen eine Anlaufstelle bei Problemen in Haus, Nachbarschaft, Quartier oder Stadtteil. Kostenfrei und niederschwellig wird Beratung und Vermittlung angeboten.
Darüber hinaus werden Trainings durchgeführt, um die Bürger des Stadtteils (darunter insbesondere Kinder und Jugendliche) zu befähigen, besser mit Konfliktsituationen umzugehen. Gleichermaßen werden für Multiplikatoren aus den Migrantenorganisationen moderierte Workshops und Schulungen angeboten.
Das im Stadtteil fest verankerte Konfliktmanager-Team mit Martin Eder, Ali ^irin und Dennis Zilske bleibt dabei erhalten und wird zukünftig mit Gamze Çal1kan gestärkt. Es ist unter ( 882 07 00 zu erreichen.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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