Pflegetag on Tour: Häusliche Pflege braucht ein professionelles Netzwerk

Die drei Auszubildenden der AWO (v.l.) Sabrina Reiche, Sabrina Bollow und Jenifer Dupke demonstrieren den Organisatoren des Deutschen Pflegetages on Tour im Depot (v.l.) Lutz Bandte, Irene Meier, Reinhard Strüwe, Klaus Steenweg und Tom Ackermann Handgriffe in der Pflege von Angehörigen.
  • Die drei Auszubildenden der AWO (v.l.) Sabrina Reiche, Sabrina Bollow und Jenifer Dupke demonstrieren den Organisatoren des Deutschen Pflegetages on Tour im Depot (v.l.) Lutz Bandte, Irene Meier, Reinhard Strüwe, Klaus Steenweg und Tom Ackermann Handgriffe in der Pflege von Angehörigen.
  • Foto: AOK/hfr.
  • hochgeladen von Holger Schmälzger

Wie wichtig ein gut funktionierendes Netzwerk in der häuslichen Pflege ist, wurde auf dem ersten "Deutschen Pflegetag on Tour" in Dortmund deutlich.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen standen pflegende Angehörige im Mittelpunkt der zweitägigen Messe. „Die Unterstützung der Angehörigen und deren Vernetzung mit professionellen Anbietern ist eines der wichtigsten Themen der Zukunft. Nur wenn wir hier Hand in Hand arbeiten, haben wir eine gute Chance, den steigenden Pflegebedarf zu decken“, erklärte Lutz Bandte, Geschäftsführer Schlütersche Verlagsgesellschaft.

Denn eine plötzliche Pflegesituation kann zu starken Belastungen führen, insbesondere wenn nur eine Person die Pflege übernimmt. „Es ist wichtig, ein Netzwerk zu knüpfen, damit die ganze Verantwortung nicht auf den Schultern eines Angehörigen allein lastet“, betonte Irene Maier, Vizepräsidentin des Vereins Deutscher Pflegerat.

„Ohne Angehörige ist die Pflege nicht leistbar,“ sagte AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Die Zahl der Pflegebedürftigen werde weiter wachsen. Derzeit sind bundesweit 2,9 Mio. Menschen pflegebedürftig, in Dortmund 19.000. Die gesetzliche Pflegeversicherung habe mit ihren Änderungen Anfang 2017 einen großen Schritt nach vorn gemacht. „Wir möchten aber auch erreichen, dass die zusätzlichen Leistungen und Erleichterungen direkt bei den Angehörigen ankommen“, so Ackermann. Damit das gelinge, würden speziell ausgebildete AOK-Pflegberater die Pflegebedürftigen und ihre Familien persönlich beraten, auf Wunsch auch daheim.

„Unsere qualifizierten Pflegeberater helfen, die häusliche Pflege bestmöglich zu organisieren und unterstützen bei der Suche nach individuellen und nahen Lösungen. Vom Antrag auf einen Pflegegrad über Hilfsmittel bis hin zu Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen“, so Ackermann. Der Pflegetag wurde organisiert vom Deutschen Pflegerat und der Schlüterschen Verlagsgesellschaft mit ihren Partnern AOK NORDWEST, AWO und Sparkassen-Finanzgruppe.

Mehr Ratgeberbeiträge auch auf unserer Themenseite: Gesundheit in Dortmund

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