Nach drei sexuellen Übergriffen: Polizei geht nun von einem Täter aus

Die Orte und Zeiten des Infomobils des Kriminalkommissariats Prävention und Opferschutz.
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Nach gleich drei brutalen sexuellen Übergriffen auf Frauen in Dortmund innerhalb von sechs Tagen (13. bis 18.) gehen Staatsanwaltschaft und Polizei nun davon aus, dass es sich um einen Täter handelt.

Dortmunder Staatsanwaltschaft und Polizei führen in den Fällen ihre intensiven Ermittlungen fort. Hierzu ist die Ermittlungskommission "EK Park" eingerichtet worden. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass es sich um einen Mehrfachtäter handelt.

Tat 1: Am 13. August wurde eine 54-jährige Joggerin in einem Waldstück zwischen der Zillestraße und der Hacheneyer Straße von einem Mann überfallen und zu sexuellen Handlungen gezwungen. (Fahndung mit Phantombild: Mann überfallt Joggerin, würgt sie und zwingt sie zu sexuellen Handlungen).

Tat 2: Am Vormittag des 18. Augusts wurde eine 60-jährige Joggern von dem Unbekannten in Lichtendorf am Ostberger Feldweg überfallen, bedroht und zu sexuellen Handlungen gezwungen.(Joggerin von Unbekanntem überfallen). 

Tat 3: Am 18. August hatte der Mann in Westerfilde auf einem Spielplatz eine 49-Jährige von hinten angegriffen und Geschlechtsverkehr gefordert. Die Frau konnte flüchten. (49-Jährige in Westerfilde überfallen: Mann forderte Sex).

Die Ermittlungskommission befasst sich intensiv mit der Befragung möglicher Zeugen, der Hinweisbearbeitung sowie weiteren Ermittlungsmaßnahmen. Darüber hinaus hat die Dortmunder Polizei verstärkt Polizeibeamte im gesamten Stadtgebiet zu unterschiedlichen Zeiten eingesetzt: Bezirksdienstbeamte bestreifen die unmittelbaren Bereiche in Tatortnähe und suchen gezielt den Kontakt mit Anwohnern, um weitere Hinweise zu erlangen und das Phantombild zu verbreiten.

Die Fahrradstaffel der Dortmunder Polizei ist ebenso wie die Landesreiterstaffel auch in Tatortnähe präsent. Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz sucht die Tatorte und die nahe gelegene Umgebung mit einem Informationsmobil auf, um Zeugen zu generieren, aber auch um ins Gespräch mit Bürgern zu kommen.

Sichtbare polizeiliche Präsenz

"Ich kann gut verstehen, wenn diese abscheulichen Taten zur Verunsicherung in der Bevölkerung führen", so Polizeipräsident Gregor Lange. "Genau deswegen arbeiten wir mit einer EK intensiv an der schnellstmöglichen Aufklärung. Wir wollen darüber hinaus mit sichtbarer polizeilicher Präsenz für Bürger ansprechbar sein und Sicherheit vermitteln."

Eine Bitte des Polizeipräsidenten lautet: "Scheuen Sie nicht davor zurück, uns nicht nur im Notfall zu kontaktieren, sondern sprechen Sie uns auch an, wenn Sie besorgt sind und Hilfe benötigen."

Sämtliche Streifenteams und Polizeiwachen sind jederzeit für Fragen und Hinweise ansprechbar. Telefonisch nimmt die Kriminalwache der Dortmunder Polizei Zeugenhinweise weiterhin unter 0231 - 132 7999 entgegen.

Präventionshinweise der Polizei zum Schutz vor sexuellen Übergriffen

  • Seien Sie im Vorfeld, insbesondere an abgelegenen oder einsamen Örtlichkeiten aufmerksam.
  • Nehmen Sie Ihre Umgebung bewusst wahr. Vermeiden Sie z.B. das Hören lauter Musik über Kopfhörer und Ablenkungen durch das Smartphone.
  • Achten Sie auf Ihr „Bauchgefühl“, das Gefühl, dass etwas oder jemand nicht in Ordnung ist. In fast allen Fällen tritt dieses Gefühl als instinktives Alarmsignal auf.
  • Treten Sie selbstbewusst auf, provozieren Sie jedoch keine Gewaltanwendung.
  • Sexualstraftäter suchen sich für Ihre Taten stets vermeintlich Schwächere aus. Sie suchen Opfer und fürchten Gegner. Der erste Schritt, um sich vor solchen Tätern zu schützen ist ein sicheres und selbstbewusstes Auftreten. Achten Sie daher auf eine aufrechte Körperhaltung und entsprechende Mimik.
  • Rufen Sie bei verdächtigem oder ungewöhnlichem Verhalten Fremder den Notruf 110 der Polizei an und benachrichtigen Sie evtl. zusätzlich eine Person Ihres Vertrauens. 
  • Werden Sie im Falle eines Angriffs, ggf. auch schon vorher, laut, schreien Sie so laut Sie können um Hilfe, stellen Sie Öffentlichkeit her. Durch lautes Schreien von Sätzen wie „Fassen Sie mich nicht an!“, „Ich werde überfallen!“ machen Sie auf sich und Ihre Lage aufmerksam. 
  • Suchen Sie so schnell wie möglich andere Menschen auf. Fordern Sie ggf. unbeteiligte Personen (Passanten) aktiv zur Hilfeleistung auf. Sprechen Sie diese Personen gezielt mit den beispielhaften Worten „Sie mit der blauen Jacke, helfen Sie mir!“ an. 
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit zur Flucht und setzen Sie hierfür ggf. auch heftige körperliche Gegenwehr ein.
  • Führen und nutzen Sie keine eigene aktive Bewaffnung, es besteht ansonsten die Gefahr der Selbstverletzung und der „Entwaffnung“ durch den Täter. Setzen Sie stattdessen sog. Schrill-Alarm-Geräte oder Trillerpfeifen („Krachmacher“) ein.
  • Die genannten Hinweise sollten nicht als Begrenzung Ihrer persönlichen Freiheit verstanden werden, sondern als ein Zugewinn für Ihre Sicherheit.
Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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