Kripo hofft auf Zeugen der Geldübergabe im Schneewittchenweg
Trickbetrüger bringen Ehepaar in Eving um ihr Erspartes

Die Dortmunder Kripo hofft auf Zeugen - vor allem hinsichtlich der Geldübergabe im Schneewittchenweg in der Märchensiedlung.
  • Die Dortmunder Kripo hofft auf Zeugen - vor allem hinsichtlich der Geldübergabe im Schneewittchenweg in der Märchensiedlung.
  • Foto: Ralf K. Braun
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Wieder einmal muss die Polizei vor perfiden Maschen warnen: In Eving haben Telefonbetrüger am gestrigen Mittwoch (5.5.) ein Ehepaar um ihr Erspartes gebracht.

Eine 87-jährige Evingerin erhielt einen typischen Schockanruf: Eine weinende Frau meldete sich und suggerierte, die Tochter der Dortmunderin zu sein. Sie liege mit einer schweren Corona-Erkrankung im Krankenhaus und benötige laut Auskunft ihres behandelnden Arztes "Prof. Berger" - ein Name, der laut Polizei bei diesen Anrufen übrigens immer wieder fällt - Infusionen, die die Krankenkasse nicht übernehme. Dafür bräuchte sie einen fünfstelligen Bargeldbetrag. Die Anruferin setzte die 87-Jährige so lange emotional unter Druck, bis diese ihre Ersparnisse zusammen nahm und ihr Mann am Mittag im Schneewittchenweg in der Märchensiedlung einen fünfstelligen Betrag an einen Unbekannten übergab.

Die Ermittler suchen nach der Tat noch Zeugen, die den Unbekannten beobachtet haben, der das Geld der beiden Evinger Senioren in Empfang genommen hat. Die Polizei hofft zudem darauf, dass vielleicht auch beobachtet wurde, ob der Mann in einem Fahrzeug angereist ist.

Die Übergabe fand im Schneewittchenweg statt. Der Abholer wird wie folgt beschrieben: schmale Statur, bekleidet u.a. mit einer Jacke mit hellem Aufdruck am Ärmel und einer dunklen Kappe, zudem trug eine Umhängetasche.

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Dortmunder Polizei unter Tel. 0231/132-7441 entgegen.

Polizei gibt Tipps zum vorbeugenden Schutz

Die Polizei nimmt den Fall in Eving erneut zum Anlass, Tipps zu geben, wie man sich und vor allem ältere Angehörigen und Freunde vor diesen Betrügern schützen kann:

Getreu dem Motto der aktuellen kurzen Kampagne der Polizei in den sozialen Medien wird geraten: #sachetweiter! Im Kampf gegen Betrüger könne jede und jeder einzelne einen Beitrag leisten: "Reden Sie mit Ihren älteren Verwandten und Bekannten über die aktuellen Maschen. Immer und immer wieder, damit diese einen Betrug am Telefon vorzeitig erkennen."

Ruft ein Familienmitglied - Tochter, Enkel, Nichte, ... - an und bittet eindringlich am Telefon um Geld? Für einen Auto-/Hauskauf? Gar für eine medizinische Behandlung? Oder auch um eine Untersuchungshaft nach einem tödlichen Verkehrsunfall abzuwenden? Dann sollte man sofort  skeptisch sein. Übt der Anrufer oder die Anruferin (zeitlichen) Druck aus und bittet um Verschwiegenheit? Dann sollten die Alarmglocken schrillen.

Die Polizei rät: "Legen Sie in diesen Fällen auf! Und erkundigen Sie sich gegebenenfalls über die bekannten Erreichbarkeiten bei Familie oder Bekannten, ob der Anruf einen realen Hintergrund hatte."

Wichtig: "Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen! Und sprechen Sie am Telefon nicht über finanzielle Verhältnisse."

Und wer einen verdächtigen Anruf erhalten haben sollte, melde dies in jedem Fall der Polizei unter 110 - egal, ob man den Betrügern zum Opfer gefallen ist oder ob man sofort aufgelegt hat.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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