Werkhof Projekt gGmbH im Norden hilft
Elvita erlernt ihren Traumberuf

Auszubildende Elvita G. und Friseurmeister Jürgen Tauber.
  • Auszubildende Elvita G. und Friseurmeister Jürgen Tauber.
  • Foto: Werkhof Projekt gGmbH
  • hochgeladen von Ralf K. Braun

Der Werkhof in Derne beteiligt sich an dem vom Land geförderten Ausbildungsprogramm NRW. Noch bis einschließlich 31. Januar 2020 sucht die gemeinnützige GmbH Betriebe, die eine/n mit monatlich 400 Euro geförderten Azubi einstellen wollen.

Ausbildungsbetriebe suchen passende Bewerber, junge Erwachsene suchen passende Ausbildungsbetriebe - oder überhaupt erst eine überzeugende Idee für den Einstieg ins Arbeitsleben: Das „Ausbildungsprogramm NRW. Gemeinsam Chancen eröffnen“ bringt beide zusammen. Und: Die Werkhof Projekt gGmbH an der Derner Straße 540 vermittelt junge Menschen mit Startschwierigkeiten an Arbeitgeber, die einen zusätzlichen Ausbildungsplatz einrichten. Es gibt in Dortmund noch mehrere Firmen, die jetzt eine(n) Auszubildende(n) suchen.

Wie gut das Ausbildungsprogramm NRW funktionieren kann, zeigt das Beispiel der 17-jährigen Elvita G. Bis zum Sommer 2019 drückte Elvita noch die Schulbank, machte ihren Hauptschul-Abschluss nach der Klasse 10 und bemühte sich nebenbei um einen Ausbildungsplatz als Verkäuferin. Dann sprach sie Ende August mit ihrer Mutter zum so genannten Erstgespräch für die Aufnahme in das Landesprogramm im Werkhof vor. Hierbei stellte sich schnell heraus, dass das Herz der jungen Frau jedoch vielmehr für den Beruf der Friseurin schlägt: Geschwistern und Freunden etwa frisiert sie regelmäßig die Haare und probiert dabei gerne auch einmal aus. Dass sie in dem Bereich bislang nicht nach einer Ausbildungsstelle gesucht hat, mag u.a. daran liegen, dass Elvitas Mama sich für ihre Tochter einen „Beruf, in dem man auch weiter kommen und gutes Geld verdienen kann“ wünscht. Schnell konnte sie davon überzeugt werden, dass dies durchaus auch im Traumberuf der Tochter möglich ist. Und so kam der Friseur-Meisterbetrieb "Kamm Back" in Hörde ins Gespräch – und ein ganz besonderer Chef: Jürgen Tauber.

„Ich brauche Auszubildende, die sich für den Beruf interessieren, sich mit Leidenschaft dem Handwerk widmen und vor allem zuverlässig sind“, erklärt Tauber. 20 Auszubildende hat er in über 30 Jahren bereits angeleitet, acht von ihnen haben dabei ihre Ausbildung sogar mit Auszeichnung bestanden.

Nach dem kurzfristig vereinbarten Probe-Arbeitstag stand für den Betrieb schnell fest: Elvita wird es! Sogleich informierte und dankte sie Sozialpädagogin Sabrina Suberg, Beauftragte des Programms beim Werkhof. Seit September 2019 fährt Elvita nun jeden Tag mit Bus und Bahn zum Betrieb und zur Berufsschule. Die längere Fahrtzeit nimmt sie dabei gerne in Kauf, denn nun kann sie genau das verfolgen, was sie immer machen wollte: Friseurin werden.

Neben Elvita haben bereits 13 weitere Teilnehmer*innen im Rahmen des Ausbildungsprogramms eine Ausbildung begonnen. Diese Chance kann das Programm noch weiteren Jugendlichen bieten. So suchen Betriebe u.a. noch angehende Kaufleute für den Einzelhandel bzw. Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement, Medizinische Fachangestellte oder aber Fachinformatiker.

Darüber hinaus sucht der Werkhof Unternehmen, die ihren Fachkräfte-Nachwuchs von morgen sichern wollen. Im Programm können Betriebe noch bis zum 31. Januar 2020, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen, in den ersten 24 Monaten (ab Programmstart 1.9.2019) mit einem monatlichen finanziellen Zuschuss von 400 Euro gefördert werden. Gleichzeitig erhalten benachteiligte junge Menschen eine Chance auf dem Ausbildungsmarkt. Der Bildungsträger unterstützt die Betriebe in dieser Zeit und bietet den Jugendlichen individuelle Hilfestellung, so Christina Groth, Standortleiterin bei der Werkhof Projekt gGmbH in Derne.

„Der Weg der Teilnehmergewinnung führt immer über die Agentur für Arbeit Dortmund“, so die Werkhof-Leiterin des Werkhofs weiter. „Von dort aus werden uns die Bewerber vorgeschlagen. Wir laden sie zum persönlichen Gespräch ein, besprechen etwa berufliche Vorstellungen, klopfen Stärken und Unterstützungsbedarfe ab, bereiten sie auf Vorstellungsgespräche vor und bringen sie schließlich mit passenden Betrieben in Kontakt.“ Sind sich Arbeitgeber und Bewerber*in einig, schließen sie gemeinsam den Ausbildungsvertrag. Während der Ausbildungszeit begleiten die Sozialpädagog*innen des Werkhofs die jungen Heranwachsenden und organisieren bei Bedarf auch Stützunterricht, sogenannte ausbildungsbegleitende Hilfen (abH). Das Ausbildungsprogramm ist damit eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Jugendliche.

 Interessierte Jugendliche wie auch Betriebe wenden sich bis zum 31.1.2020 an Sabrina Suberg, „Ausbildungsprogramm NRW“, Werkhof Projekt gGmbH, Werzenkamp 45, 44329 Dortmund-Scharnhorst, Tel. 0170-2235676, E-Mail: s.suberg@werkhof-projekt.de. - Mehr Infos: www.mags.nrw/ausbildungsprogramm-nrw.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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