AWO in Asseln/Husen/Kurl bleibt auf Kurs
Mitglieder bestimmen künftigen Kurs und wählen einen neuen Vorstand

Volles Haus, heiße Diskussionen und Einmütigkeit der Mitglieder bei der Zielsetzung.
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  • Volles Haus, heiße Diskussionen und Einmütigkeit der Mitglieder bei der Zielsetzung.
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Bis auf den allerletzten Platz besetzt war die neue Begegnungsstätte in Husen an der Husener Str. 69. Denn mit Spannung erwartet wurde die coronabedingt erst nach über 2 Jahren endlich wieder durchzuführende Jahreshauptversammlung des AWO-Ortsvereins Asseln/Husen/Kurl am Sonntag, den 19.09.2021, und die erforderliche Neu-Wahl des Vorstands.  

Am 03.02.2019 fand die letzte Jahreshauptversammlung statt. Versammlungsleiterin Gerda Kieninger (damalige AWO-Vorsitzende des Unterbezirkes (UB)) musste sich damals harsche Kritik der OV-Mitglieder bezüglich des geplanten Umbaus des Marie-Juchacz-Hauses anhören. Da damals der UB-Vorstand den Umbau des MJHs ablehnt, stellte sich niemand zur Wahl des Vorstandes zur Verfügung. Seit dieser Zeit fungiert der alte Ortsvereins-Vorstand nur kommissarisch.

Brisanz bot nun der Ende August 2021 während seiner Klausurtagung gefasste Beschluss des Unterbezirksvorstands, keinerlei Finanzmittel für einen Ausbau in Asseln zur Verfügung zu stellen. Stattdessen solle mehr "in die Breite" investiert werden. Die Geschäftsführung der AWO Dortmund wurde vom Vorstand aufgefordert, bei allen Investitionsentscheidungen zunächst auch den Aspekt der Nachhaltigkeit zu prüfen und ggfs. auch Entscheidungen zu begründen. 

In der Konsequenz war zu befürchten, dass der angekündigte Rücktritt des langjährigen Asselner AWO-Vorsitzenden Norbert Roggenbach und einem Großteil seines Vorstands vollzogen wurde. Allesamt hatten ihre Weiterarbeit davon abhängig gemacht, ob es Perspektiven für den Ortsverein gibt, die den Notwendigkeiten und Ansprüchen der künftigen Arbeit genügen. Immerhin wurden in 25 Jahren gemeinsam mit dem Förderverein Marie-Juchacz-Haus über 100.000 € als geplante Eigenmittel für einen Anbau am Marie-Juchacz-Haus angespart. Und der Anbau gilt als wichtiges Element, die aus allen Nähten platzende Asselner Begegnungsstätte so herzurichten, dass sie als "Soziales Zentrum" für den Dortmunder Osten zentrale Koordinierungsfragen, Mobilität und Organisationsaufgaben übernehmen kann, um so die AWO-Arbeit in der Region zu stärken und evtl. leistungsschwächere Nachbarbereiche zu unterstützen. 

In der teils sehr lebhaften Diskussion erläuterte die AWO-Vorsitzende Anja Butschkau die Position des Unterbezirksvorstands. Unterstützt wurde sie von der Geschäftsführerin des Unterbezirkes, Mirja Düwel, sowie dem Sprecher des zuständigen Fachausschusses "Verbandsentwicklung" Hans van Dormalen.

Demnach sei die Arbeit in Asseln/Husen/Kurl ohne Einschränkungen zu loben und in vielerlei Hinsicht vorbildhaft. Trotzdem dürfe der Unterbezirk seine knappen Finanzressourcen nicht auf eine oder nur wenige Projekte begrenzen, sondern müsse das Ganze sehen. Ziel des Unterbezirks sei es, möglichst in jedem Dortmunder Stadtbezirk so ein "soziales Zentrum" zu schaffen. Dazu müssen man zunächst erst einmal ein Konzept erarbeiten, wie und wo das möglich sei. 

Die Mitglieder aus Asseln/Husen/Kurl entgegneten dagegen, dass seit über 25 Jahren so ein Zentrum in Asseln geplant sei und dazu über 100.000 € angespart wurden. Man könne und wolle nicht noch weitere Jahre warten, bis alle Standorte in Dortmund miteinander verglichen und bewertet wurden, sondern müsste entsprechend den jeweiligen Möglichkeiten in Etappen handeln. Allein in Asseln gebe es derzeit eine Immobilie, die viele der Voraussetzungen für ein soziales Zentrum erfüllt. Dazu gehören Parkplatzflächen, Außenanlagen, moderne Kommunikationswege, Mobilität, die geographische Lage aber auch die personelle und finanzielle Leistungsfähigkeit des betreibenden Ortsvereins. Zudem böte sich mit Asseln ein "Leuchtturm-Projekt", welches beispielhaft für andere Bereiche Vorleistungen erbringt und somit Erfahrungswerte zur Fortentwicklung der AWO-Arbeit in ganz Dortmund böte. 

Ohne Westfalenhalle, Dortmunder U, Westfalenstadion oder Phoenixsee etc. gäbe es keine Leuchttürme für Dortmund, die unserer Stadt heute im starken Maße nicht nur in der Image-Pflege helfen. Bei der AWO in Dortmund würde da lieber in Bauprojekte des Hauptamtlichen-Bereichs investiert wie beim Blücher-Bunker, dem AWO-Zentrum Klosterstraße oder der Kauf und Umbau von Wohnhäusern in der Nordstadt. Für den ehrenamtlichen Bereich der Begegnungsstätten dagegen gäbe es nur Schönheitsreparaturen und die Herstellung der Barrierefreiheit. 

Damit in Asseln/Husen/Kurl endlich wieder ein regulärer Ortsvereinsvorstand gewählt werden kann, hatte der bisherige Vorsitzende Norbert Roggenbach ein Diskussionspapier erarbeitet, dessen 4 Alternativen zur Zukunftsarbeit des Ortsvereins zur Diskussion und Abstimmung stand.

EINSTIMMIG beschloss die Mitgliederversammlung, dem Vorschlag 2b zu folgen:

Der weitgehend erhaltene Vorstand nimmt die vom Unterbezirk gefassten Beschlüsse zur Kenntnis  und versucht durch neue Initiativen und Aktionen das ursprüngliche Ziel, mit dem Ausbau des MJHs ein „Soziales Zentrum“ für den Dortmunder Osten zu schaffen, beizubehalten und letztlich zu realisieren.  

Folgende Vorgaben müssten gegeben sein:

Die angesparte finanzielle Grundlage muss erhalten und weiterentwickelt werden!
Frage klären: ist eine Minimallösung (Saal-Anbau) kostengünstiger zu bauen?
Frage klären: könnte der OV das Projekt ohne UB selbst finanzieren (Zinsen)?
Sind genügend Helfer/innen bereit, diese Ziele im Vorstand zu unterstützen?

Damit war der Weg frei, einen neuen Vorstand zu wählen

Der neue Vorstand hat für die nächsten 2 Jahre folgende Besetzung:

Vorsitzender              Norbert Roggenbach     
Stellv Vorsitzende     Dirk Sparka und Gisela Nötzel
Kassierer                    Stephan Altner
stell. Kassiererin       Helga Fischer
Schriftführerin          Annegret Czekalla
stell. Schriftführung  Oliver Tiews (neu)
Beisitzer                      Bärbel Kannenberg, Gunhild Schüttelkorb, Christa Makowski, Lea Bürgerhoff
                                     (neu), Dennis Bach (neu), Thomas Brämer, Mechthild Rath (neu) und Frank Pihl
                                     (neu)

Die Revisoren Manfred Drechsler und Reiner Kunkel wurden in ihrem Amt bestätigt.

=> Die AWO in Asseln/Husen/Kurl bleibt auf Kurs!

Autor:

Norbert Roggenbach aus Dortmund-Ost

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