Galerie der Allerliebsten: Herzlich willkommen im Trollhaus

 Der Kommodore liest „alle Zeitungen im Internet“, vor allem Artikel über Schwule, Ausländer oder Politiker, über die er sich aufregen kann, bis sein Kopf zu explodieren droht. Leider versteht der Kommodore die Prinzipien des Internets und der freien Meinungsäußerung vollkommen falsch: ER darf sich aufregen. Aber wenn IHN jemand kritisiert, benutzt er Worte, die in keiner Community erwünscht sind. Wird sein Profil gelöscht, erscheint er am nächsten Tag neu: als „Admiral Retour".
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  • Der Kommodore liest „alle Zeitungen im Internet“, vor allem Artikel über Schwule, Ausländer oder Politiker, über die er sich aufregen kann, bis sein Kopf zu explodieren droht. Leider versteht der Kommodore die Prinzipien des Internets und der freien Meinungsäußerung vollkommen falsch: ER darf sich aufregen. Aber wenn IHN jemand kritisiert, benutzt er Worte, die in keiner Community erwünscht sind. Wird sein Profil gelöscht, erscheint er am nächsten Tag neu: als „Admiral Retour".
  • hochgeladen von Stanley Vitte

Es gibt immer wieder Gründe, diesen Ratgeber-Beitrag neu zu veröffentlichen: Je größer die Community, desto vielfältiger die Meinungen und desto größer das Konflikt-Potential. Einige Nutzer nerven allerdings besonders: Die so genannten "Trolle". Nur wie geht man mit denen am besten um?

Ob Raucherschutz, Tierschutz oder Jugendschutz, ob Alkoholmissbrauch oder Dichtheitsprüfung: je brisanter das Thema, desto hitziger die Diskussion. Dass man hierbei dennoch respektvoll und konstruktiv bleiben kann, läßt sich nicht nur aus einer guten Kinderstube ableiten, sondern auch aus unserem schriftlich festgelegten Verhaltenskodex. Die meisten Nutzer beherzigen das.

Trotzdem gibt es immer wieder einige, die offenkundig Spaß daran haben, vernünftige Diskussionen mutwillig zu stören und andere Menschen zu ärgern. Der Fachbegriff für diese Spezies lautet "Troll".

Die Bandbreite ihres Schaffens reicht von mehr oder minder subtilen Beleidigungen und Unterstellungen bis hin zu wilden Verschwörungs-Theorien, zusammenhangslosen Kommentaren oder absolut sinnfreiem Gebrabbel, um nur einige Beispiele zu nennen. Störenfriede in allen Farben.

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...

Also eigentlich genau wie im realen Leben, genau wie es schon immer war: Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, "Trollen" sei prinzipiell so alt wie die Menschheit. Ebenso alt bekannt ist nämlich, dass die Grenzen zwischen Spaß und Ernst fließend sind, denn die Interpretation eines "lustigen Streichs" bleibt nun mal eine Sache des persönlichen Gemüts.

Entsprechend unterschiedlich kann die Definition eines Trolls ausfallen, wie die beistehende Galerie neckisch verdeutlicht. Welcher "Nutzertyp" man selbst ist, kann man mittlerweile sogar in einem "Trolltest" ausprobieren. Sind wir vielleicht alle gelegentlich ein bisschen "trollig"?

Gibt es ein Patentrezept gegen Störenfriede?

Die Betreiber öffentlicher Foren stehen vor der Qual der Wahl: Alle "doofen" Kommentare rigoros löschen (obwohl es Zensur doch eigentlich nicht geben sollte)? Kommentare erst nach redaktioneller Überprüfung frei schalten (und damit jegliche dynamische Diskussion im Keim ersticken)? Die Kommentarfunktion komplett abschaffen (und damit den Forengedanken endgültig beerdigen)? Oder sollte man bei so vielen unterschiedlichen subjektiven Empfindungen und Empfindlichkeiten lieber weiterhin an die "Vernunft der Masse" appellieren?

"...in dem Moment, wo die Standpunkte nicht identisch sind, beginnt die Streitkultur. Die Kultur ist das Lernen, dass man diese Situation nie ins Persönliche zieht und nie für Kränkungen nutzt. Sondern sich in diesem Karussell der Gedanken, der Aspekte, der Argumente, der Scheinargumente, der Kompetenzen, der Scheinkompetenzen miteinander bewegt und erträgt." Michel Friedmann

(Alle Illustrationen mit freundlicher schriftlicher Genehmigung von www.trollologist.com )

Autor:

Stanley Vitte aus Düsseldorf

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