Tierseuche in Düsseldorf-Kalkum: Alle weiteren Tiere im Sperrgebiet negativ getestet

Dieses Sperrgebiet wurde festgelegt, um Tiere vor der Virusinfektion zu schützen.	              
 Karte: Landeshauptstadt Düsseldorf

Pferdehalter im Norden Düsseldorfs können aufatmen: Die Untersuchungen aller Einhufer im Sperrgebiet sind abgeschlossen. Zur großen Erleichterung der Tierbesitzer wurde bei keinem weiteren Pferd die Viruskrankheit „Ansteckende Blutarmut der Einhufer“ nachgewiesen.

Nach einer Routineuntersuchung in einem Reitstall in Düsseldorf-Kalkum wurde am 20. Juni der Ausbruch der Virusinfektion, dessen Behandlung weder möglich noch erlaubt ist, amtlich festgestellt. Bei insgesamt drei Pferden im Stall, die jedoch keine Krankheitssymptome zeigten, konnte durch eine Blutuntersuchung eine Infektion der Krankheit nachgewiesen werden.

Sperrgebiet bleibt für rund drei Monate bestehen

In einem Radius von 1.000 Metern um den betroffenen Betrieb wurde bereits nach Vorliegen des Verdachts am 18. Juni ein Sperrbezirk festgelegt, um die gesunden Tiere vor der Viruserkrankung zu schützen. „Alle 165 Pferde, die in diesem Gebiet gehalten werden, wurden amtstierärztlich untersucht“, erklärt Michael Buch, Sprecher der Stadt Düsseldorf, und ergänzt: "Für die nächsten drei Monate bleibt das Sperrgebiet und die angeordneten Maßnahmen rund um den betroffenen Hof bestehen“. Nach den tierseuchenrechtlichen Vorschriften zur „Ansteckenden Blutarmut der Einhufer“ können die Sperrmaßnahmen frühestens 90 Tage nach Tötung des letzten positiven Pferdes aufgehoben werden.

Für die betroffenen Pferdehaltungen im Sperrgebiet ist daher nach wie vor die Teilnahme an Reitveranstaltungen und ein Verlassen der Höfe untersagt. Ausstellungen sowie Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art mit Einhufern dürfen innerhalb des gesperrten Bezirks zudem nicht durchgeführt werden. Am Ende der Sperrfrist sind alle Tiere nochmals einer amtstierärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Für Menschen ungefährlich

Die anzeigepflichtige Erkrankung, die Pferde, Esel, Maultiere und Zebras betreffen kann, ist meist mit einer fieberhaften Blutanämie verbunden, die meist tödlich endet. Für den Menschen ist sie jedoch ungefährlich. Infizierte Tiere bleiben jedoch lebenslang Virusträger. Die Infektion erfolgt in erster Linie über den Austausch von Blut, beispielsweise durch blutsaugende Insekten wie Pferdebremsen und Stechfliegen. Eine Übertragung durch Insekten über Distanzen von mehr als 100 bis 200 Metern kommt nicht vor. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier setzt einen sehr engen direkten Kontakt voraus.

Für Rückfragen steht das Amt für Verbraucherschutz unter Tel.: 0211-8993227 zur Verfügung.

Autor:

Kirstin von Schlabrendorf-Engelbracht aus Düsseldorf

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