Kolumne: Geisternetz in Rees

Rees heißt ein kleiner, unbekannter, deswegen aber nicht unbedeutender Ort am Niederrhein. Direkt am Rhein gelegen, ist der nahegelegene Westsee mythologisch und verschwörungstheoretisch interessant.

Wes nicht nur an den Geisternetzen liegt, die es dort massenhaft geben soll. "Das Reeser Land ist von Natur aus sehr wasserreich. Was liegt da näher, nicht Landwirtschaft, sondern Fischwirtschaft zu betreiben?" fragt Eitel-Edelbert Reichsfreiherr vom Emmericher Forst. "Doch woher die Fische nehmen, wenn kein Geld vorhanden ist, um sie zu kaufen? Lachs, Forelle, Barsche und Aale sind teuer, wenn man lebende Zuchtexemplare haben möchte. Genau: Man fängt sie in den seen und Tümpeln. Was glauben Sie wohl, wieviel Netze dabei verlorengegangen sind? Sie mußten alle händisch von Tauchern gesucht und hochgeholt werden."

Mysteriös ist der Westsee aus einem anderen Grund: Dort verschwinden regelmäßig Angeln und Angler, ohne jemals wieder gesehen zu werden.

"Wir haben Videoaufnahmen, die zeigen, die wie Angeln urplötzlich von unbekannter Kraft in den See gezogen und ihre Nutzer mitgerissen werden," berichtet Reichsgraf Gero von Wurzelstamm. "Zuerst dachten wir an Nixen, die sich in die Männer verliebt haben und sie nun küssen möchten. Dann dachten wir an riesige, kräftige Seeungeheuer, die aus dem Erdinnern aufgetaucht sind." Alles Fehlanzeige. Expeditionen haben das bewiesen; Manipulationen an den Videokameras sind gleichfalls ausgeschlossen.

Ernst-Otto von Dänken stellt die These auf, daß es Außerirdische im Reeser Land gibt. "So ganz verkehrt ist die These nicht," stellen die beiden niederrheinischen Landadeligen irgendwann fest. "Wir haben nämlich eines Tages Ulf vermißt, den Geologen, der den Niederrhein erkunden wollte. Er hat sich wohl in eine Unterirdische LebensForm verwandelt und lebt jetzt maulwurfsähnlich unterhalb der Erdoberfläche. Er hat wohl einen Weg gefunden, unbemerkt in den Westsee einzudringen und sich von Fisch zu ernähren. Da sind Fischer und Angler natürlich eine Bedrohung, die es zu beseitigen gilt."

Autor:

Felicia Rüdig aus Duisburg

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