sankt josef: Hilfe für Heranwachsende in Notlagen
Hand in Hand - mit Herz

Geschäftsführer Michael Hegemann und die pädagogische Leiterin Ivonne Homeister-Monschke vor dem Leitbaum. Darauf stehen alle 12 Werte, die in der Einrichtung gelten.
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  • Geschäftsführer Michael Hegemann und die pädagogische Leiterin Ivonne Homeister-Monschke vor dem Leitbaum. Darauf stehen alle 12 Werte, die in der Einrichtung gelten.
  • Foto: Heike Cervellera
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„Hand in Hand - mit Herz; leben-lernen-wachsen“ - der Slogan aus dem Leitbild der sankt-josef Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH wird in der Rheinhauser Einrichtung tagtäglich gelebt. Kinder, Jugendliche und Familien, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, finden hier ein breit aufgestelltes professionelles Angebot zur Unterstützung.

In insgesamt 16 stationären und teilstationären Gruppen in Duisburg und Moers bietet sankt-josef rund 140 Plätze für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 21 Jahren an.
„Das Besondere ist, dass die Kinder ein großes Mitspracherecht haben. Einerseits in ihren jeweiligen Gruppen, aber auch übergreifend in unserem Kinderrat“, erklärt die pädagogische Leitung Ivonne Homeister-Monschke. „Die Kinder können sich miteinbringen, ihre Wünsche äußern und Anregungen geben. Sei es zur Gestaltung des Außenbereiches oder eines Festes. Die Kinder und jungen Menschen werden ernst genommen und sollen das auch spüren.“

"Einrichtung soll als sicherer Ort erlebt werden"

In der Einrichtung wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder und Jugendlichen sich beschweren können. Anliegen nehmen dabei zunächst die Gruppenpädagogen auf, übergreifend aber auch die Vertrauenspädagogen sowie als externe Anlaufstelle die Ombundschaft NRW. Über Arbeitskreise und Schulungen werden alle Mitarbeitenden dafür sensibilisiert, die Kinder und Jugendlichen zu beteiligen und Beschwerden ernst zu nehmen. Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen die Einrichtung als einen sicheren Ort erleben können.
Rund 110 pädagogische Fachkräfte kümmern sich um die Hilfesuchenden. Die Unterbringung ist mehrschichtig: Beim stationären Aufenthalt leben die Kinder und Jugendlichen in Wohngruppen in der Einrichtung, beim teilstationären Angebot verbringen die Heranwachsenden einen Großteil des Tages in den Räumlichkeiten, zum Beispiel um Hausaufgaben zu machen oder soziale Kompetenzen zu erlernen. Später gehen sie dann wieder zurück in ihre Familien. „Das klappt oft besser als gedacht. Meistens sogar sehr gut“, wie Erzieherin Mina Jaliliyan weiß. Die pädagogische Arbeit und Betreuung laufe auch gerade darauf hinaus, dass die Kinder zu ihrer Familie zurückgeführt werden. „Wir sehen uns quasi als Verbindungsbrücke zwischen den Kindern und ihrem Zuhause“, wie die Pädagogin betont.

"Eltern werden immer miteinbezogen"

Eng arbeitet sankt-josef mit den städtischen Jugendämtern zusammen, die einen Großteil der Ratsuchenden vermitteln. „Die Menschen, die uns um Hilfe bitten, kommen aus fast allen sozialen Schichten. Wir helfen dort, wo die Eltern den Herausforderungen der Erziehung nicht mehr gewachsen sind und an ihre Grenzen stoßen. Dafür gibt es die vielfältigsten Gründe“, so Michael Hegemann, Geschäftsführer der Einrichtung. „Wir begleiten die Kinder und Jugendlichen pädagogisch und versuchen Beziehungen und Stabilität zu bieten, da diese existentiell wichtig sind für deren Entwicklung.“ Ivonne Homeister-Monschke fügt hinzu: „Uns ist es wichtig, immer auch die Eltern miteinzubeziehen.“
Auch die ambulanten Hilfen sind mit ihren vielfältigen Angebotsformen ein sehr wichtiger Baustein innerhalb des Hilfespektrums der sankt-josef gGmbH. Zu den Angeboten zählen unter anderem begleitete Umgänge von Besuchskontakten, Sitzungen mit Familientherapeuten oder die aufsuchende sozialpädagogische Familienhilfe.
sankt-josef finanziert seine Leistungen über Gelder der öffentlichen Hand. Die (teil-)stationären Plätze und ambulante Hilfen werden über Entgeltsätze mit den Jugendämtern abgerechnet. In diesen Entgeltsätzen ist alles enthalten, was zur grundlegenden Versorgung und Pflege der Bewohner erforderlich ist. „Jedoch ist sie knapp bemessen“, wie Michael Hegemann ausführt. „Wir freuen uns deshalb immer über Spenden, zum Beispiel für erlebnispädagogische Aktivitäten, Musikunterricht oder die Teilnahme in einem Sportverein. Als Nächstes steht zum Beispiel die Erweiterung der Spielfläche auf dem Plan.“

Spenden sind willkommen

Das Spendenkonto lautet:
sankt-josef Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
DKM Darlehnskasse Münster eG
IBAN: DE46 4006 0265 0002 7561 03
BIC: GENODEM1DKM.
Auf der Homepage www.sankt-josef.de befinden sich unter „Spenden“ auch ein QR-Code, der zu PayPal weiterleitet, ebenso wie viele weitere Informationen und Kontaktdaten zur Einrichtung.

Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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