Neue Anlaufstelle soll Begegnungs-und Qualifizierungs-Hotspot werden
„Ma(h)lzeit“ ist mehr als nur eine Stadtteilküche

Christoph Huxohl (ganz rechts), Sozialpädagoge und neuer Mitarbeiter der Werkkiste, heißt alle Gäste bei "Ma(h)lzeit" herzlich willkommen. Als Hauptverantwortlicher leitet er zusammen mit Dzenana Hegemann (links daneben) das neue Projekt.
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  • Christoph Huxohl (ganz rechts), Sozialpädagoge und neuer Mitarbeiter der Werkkiste, heißt alle Gäste bei "Ma(h)lzeit" herzlich willkommen. Als Hauptverantwortlicher leitet er zusammen mit Dzenana Hegemann (links daneben) das neue Projekt.
  • Foto: Hannes Kirchner
  • hochgeladen von Nadine Scholtheis

Eine neue Anlaufstelle für Menschen aus dem Duisburger Norden gibt es nun in der ehemaligen Krypta unter der Liebfrauenkirche in Bruckhausen. „Ma(h)lzeit“ heißt das vielversprechende Projekt, das mehr als nur eine Stadtteilküche sein möchte. Der Name „Ma(h)lzeit“ ist damit Programm, denn es geht um einfach „mal“ Zeit füreinander zu haben. Und das nicht nur beim Essen.
Es geht um gemeinsam geteilte Zeit, Fähigkeiten, sportliche Aktivitäten und gesundes Leben. Kurzum: um den Austausch untereinander bei einem geselligen Treffpunkt. Nun wurden die neu fertiggestellten Räumlichkeiten offiziell eröffnet – der Startschuss für „Ma(h)lzeit.“
„So setzt sich das Modellprojekt, das zunächst für drei Jahre stattfinden soll, aus fünf Säulen zusammen. Der Stadtteilküche, der gesunden Ernährung, Bewegung und Training, der digitalen Welt und der sozialen Teilhabe“, erklärt Norbert Geier, Geschäftsführer der Duisburger Werkkiste. „Ziel ist es, dass wir die Eigeninitiative der Menschen fördern, uns kümmern und Sorgen erkennen.“
Christoph Huxohl, neuer Mitarbeiter der Werkkiste und Hauptverantwortlicher für das Projekt, ergänzt: „Die Digitalisierung ist bei vielen Leuten ein großes Thema. Teilweise können sich die Gäste bei unseren Angeboten gegenseitig unterstützen, teilweise aber auch von unserer Seite aus spezielle Seminare nutzen. Hilfestellungen auch bei der Arbeitssuche oder beim Zusammenstellen von Bewerbungsunterlagen soll es jede Menge geben. Ein Sport- und Freizeitprogramm ebenfalls. Wir wollen hier richtig Leben reinkriegen in die Bude!“

Gegenseitige Unterstützung

Das Prinzip der gegenseitigen Unterstützung, kombiniert mit fundierten Ratschlägen von Fachleuten, zieht sich durch das gesamte Projekt. Der Austausch der Kulturen, das Miteinander und das Abbauen von Vorurteilen stehen neben dem Vermitteln von Tipps zur gesunden Ernährung für Dzenana Hegemann, zweite Hauptverantwortliche des Projektes und Leiterin und Köchin der Stadtteilküche, im Vordergrund. „Vor allem möchten wir zeigen, wie auch gesundes Essen für ein kleines Budget möglich ist.“
Die Krypta wurde völlig neu her- und eingerichtet. Gemütlich und einladend ist der große Raum, das Ambiente wie in einem schicken Restaurant mit Glastüren und einem barrierefreien Zugang. „Die Kronleuchter wurden aus recycelbarem Material von alten Fahrrädern hergestellt“, erklärt Dzenana Hegemann. Die Stadtteilküche in der Krypta an der Schulstraße 29 ist täglich (wochentags) von 12 bis 14 Uhr geöffnet und bietet leckere, gesunde Mahlzeiten zu moderaten Preisen von 1,50 bis 3,50 Euro an.
Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmer lobt das Projekt: „Die Anlaufstelle ist für den Stadtteil sehr wichtig. Eine bedeutende Einrichtung, in der Menschen zusammen kommen. Eine wahnsinnig gute Idee! Ich wünsche viel Erfolg.“

Zur Information:

Das Modellprojekt „Ma(h)lzeit“ wird von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert und von der Universität Duisburg/Essen wissenschaftlich begleitet. Unterstützung gibt es vom Jobcenter und von der Pfarrei St. Johann.
Die wissenschaftliche Begleitung begann bereits in der Konzeptionsphase des Projektes. Sechs Studierende des Fachbereichs Sozialpädagogik hatten unter 45 Teilnehmern einer Qualifizierungsmaßnahme der Werkkiste die Bedarfe und Potenziale ermittelt, die dann Eingang in das „Ma(h)lzeit“-Konzept gefunden haben. Nun soll überprüft werden, ob sich ihre Annahmen und Empfehlungen in der Realisationsphase tatsächlich bewähren.
Kurzer Rückblick: Der Betrieb der Stadtteilküche der Ev. Kirchengemeinde in Bruckhausen wurde 2018 eingestellt.

Christoph Huxohl (ganz rechts), Sozialpädagoge und neuer Mitarbeiter der Werkkiste, heißt alle Gäste bei "Ma(h)lzeit" herzlich willkommen. Als Hauptverantwortlicher leitet er zusammen mit Dzenana Hegemann (links daneben) das neue Projekt.
Bei der Eröffnung konnten sich die zahlreichen Teilnehmer schon einmal von den Genüssen der Stadtteilküche überzeugen.
Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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