Kolumne: Fachkraft Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sorgen dafür, daß Abfälle gesammelt, sortiert, wiederaufbereitet und entsorgt werden. Sie organisieren die Müllabführ und optimieren die Touren. Die Fachkräfte kümmern sich darum, daß an Sammelstellen Container zur Mülltrennung aufgestellt und auch regelmäßig geleert werden. In Abfallwirschaftsbetrieben, Wertstoffhöfen, Recycling- und Aufbereitungsanlagen steuern sie alle Abläufe.

Glas, Weißblech und Altpapier werden als Sekundärrohstoffe vertrieben, während Bauschutt oder Sonderabfälle in speziellen Deponien gelagert werden müssen. Die Fachkräfte kontrollieren regelmäßig idese Deponien, analysieren das Sicherwasser und stellen sicher, daß keine Schadstoffe in die Umwelt gelange.

Die Fachkräfte wurden früher Müllmänner genannt. Es handelt sich dabei um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf.

Die Kommunalwahl 2020 in Duisburg ist Geschichte.  Während SED und die Duisburger Betonkopfpartei deutlich Verlust hinnehmen mußten, konnte die Grüne Partei ebenso deutliche Zuwächse verzeichnen.

"Genossen, hört die Signale," leckten die Sozis seitdem ihre Wunden. Zu offensichtlich ist, daß sie die Zeichen der Zeit nicht erkannte und junge Wähler nicht für sich gewinnen konnte. Themen wie friday for future oder der Hammbacher Forst waren nicht im Fokus der Altkader.

Der unvollendete Rheinpark? Die Betonklötze vor dem Hauptbahnhof? The Curve?? Die Freifläche vor der Marienkirche? MIt Stadtplanungssünden wie diesen sollen sich andere Schreibkünstler befassen, wenn sie sich dafür berufen fühlen.

Der Umweltschutz soll hier im Vordergrund stehen, und zwar in seiner berufskundlichen Ausprägung.

(Zeitungsinterview)

? Herr Oberbürgermeister Ver-Dung, Ihre Betonkopfpartei hatte eklatante Verluste bei der Kommunalwahl zu verzeichnen.

! Ja, leider. Wir möchten aber gerade die jungen Leute als Wähler zurückgewinnen. Wir haben uns dafür auch schon etwas ausgedacht.

? So? Was denn?

! Ausbildung in Umweltschutzberufen! Wir möchten uns als idealen Standort dafür präsentieren. Ich habe mich in BerufeNet, der berufskundlichen Datenbank der Bundesagentur für Arbeit, nachgeschaut. Es gibt die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Unsere Wirtschaftsbetriebe werden in dem Bereich über Bedarf ausbilden. Diejenigen Nachwuchskräfte, die wirt langfristig nicht übernehmen können, werden wir an unsere Nachbarstädte abgeben.

So zeigen wir: Wir können nicht nur Umweltschutz, sondern auch sozial, um etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu tun.

(der dazugehörige Zeitungsartikel)

"Britain works" lautete das politische Leitmotto. Mit "Goldgräberstimmung am Niederrhein" läutet Duisburgs Oberbürgermeister Alois Ver-Dung ("Mädchen"-Name: Sauerberg) eine neue Periode seiner Wahlmonarchie ein.

Nach seiner Einschätzung haben wir schon mehr als genug Leute, die Pfandflaschen sammeln. "Ich habe ja schon bei der Übernahme meines Throns ein Ziel für meine Regentschaft ausgegeben. Duisburg soll die sauberste Stadt vom Ruhrgebiet und vom Niederrhein," beginnt er seine Überlegungen.

Im Rahmen des sozialen Arbeitsmarktes wird er zahlreiche Arbeitsplätze schaffen. "Die Leute sollen Straßenbahn- und Bushaltestellen, Parks, öffentliche Plätze, Gleisanlagen und andere frei zugängliche Orte einer Grundsäuberung unterziehen und dann sauber halten- Mir geht es nicht so sehr um 1- oder 2-€-Jobs, sondern eher um ABM, Ausbildung und finanziell geförderte Beschäftigung. Ich habe schon mit der Arbeitsverwaltung gesprochen. Es stehen genügend Geld und Personal dafür zur Verfügung."

Daß die örtlichen Wirtschaftsbetriebe den anfallenden Müll nicht alleine beseitigen können, ist Oberbürgermeister Vor-Dung natürlich auch klar. Nun ist der Oberzwerg der Wirtschaftsförder gefragt. Er sollen nach Ver-Dungs Worten dafür sorgen, daß möglichst viele Recyclingbetriebe bei uns angesiedelt werden.

"Der Bundesverband Wiederverwertung hat schon eine Imagekampagne für uns gestartet," berichtet das Stadtoberhaupt. "Es haben sich tatsächlich auch schon Unternehmen für Metallverwertung, Industrierückbau (seit es ThyssenKrupp nicht mehr gibt, hätten die viel zu tun) und Schiffsbeseitigung im Rhein gemeldet. WIr müssen nur noch die Gewerbesteuern senken, dann legen die Firmen los."

Autor:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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