IHK: Gute Chancen auf Ausbildungsplätze für alle Bewerber

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Die im Frühjahr dieses Jahres von der Regionalen Ausbildungskonferenz getroffene, durchaus zuversichtliche Einschätzung des regionalen Ausbildungsmarktes wird durch die aktuellen Kennzahlen Ende September bestätigt: Vorausschauendes Personalmanagement der Unternehmen zur mittel- und langfristigen Sicherung des Fachkräftenachwuchses und die aktuelle konjunkturelle Belebung führen im Ergebnis zu einer Steigerung des betrieblichen Lehrstellenangebotes. Gleichzeitig ist die Bewerberzahl weiter rückläufig.

Entsprechend erfreulich ist die Entwicklung bei den aktuell noch unversorgten Bewerbern: Ihre Zahl sank ebenfalls gegenüber dem Vorjahr. Jugendlichen, die aktuell noch eine Lehrstelle suchen, bieten die Partner im Ausbildungskonsens in diesen Wochen individuelle Informations- und Beratungsgespräche mit dem Ziel der Vermittlung in die noch unbesetzten Ausbildungsstellen an. Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz sind sich darin einig, dass es auch in diesem Jahr gelingen werde, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Bewerbern bis zum Jahresende ein Angebot zu unterbreiten.

Dies ist das Ergebnis der Regionalen Ausbildungskonferenz, die gestern in der Hauptgeschäftsstelle der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve tagte. Der Bewertung durch die Konferenzmitglieder – Vertreterinnen und Vertreter der Gebietskörperschaften, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der ARGEn Duisburg und Wesel, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Kreishandwerkerschaften sowie der Handwerkskammer und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer – liegen die aktuellen Kennzahlen des regionalen Ausbildungsmarktes zum 30. September 2010 zugrunde.

Viele Unternehmen bereiten sich bereits jetzt auf die demografische Herausforderung vor. Diese vorausschauende Personalentwicklungsstrategie zur mittel- und langfristigen Sicherung des Fachkräftenachwuchses sowie die aktuelle Belebung der Konjunktur führen im Ergebnis zu einem weiter gestiegenen betrieblichen Lehrstellenangebot in der Region Duisburg/Niederrhein. So verzeichnen die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer Düsseldorf rund 4 Prozent mehr abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse als noch im Vorjahr. Das höhere betriebliche Ausbildungsengagement trifft allerdings auf weiter rückläufige Bewerberzahlen.

Im Ergebnis sank die Zahl der unversorgten Bewerber in der Region Duisburg/Niederrhein: Ende September suchten in der Stadt Duisburg sowie in den Kreisen Kleve und Wesel insgesamt noch 200 Jugendliche kurzfristig eine Lehrstelle (dies sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr). Das größere Lehrstellenangebot der Betriebe, die konjunkturelle Belebung und sinkende Bewerberzahlen führen aber nicht automatisch zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss: Gewinner der Situation sind engagierte Jugendliche aller Schulformen mit ordentlichen Abschlüssen, betonen die Konferenzmitglieder.

Seit Mitte Oktober führen die Arbeitsagenturen Duisburg und Wesel, die Niederrheinische IHK und das Handwerk mit den noch unvermittelten Bewerbern Nachvermittlungsgespräche. Vorrangiges Ziel ist die Vermittlung bis zum Jahresende in die aktuell noch unbesetzten betrieblichen Ausbildungsstellen. Die regionalen Partner appellieren an die Jugendlichen, die aktuell noch eine Lehrstelle suchen, den Einladungen zur Nachvermittlung zu folgen. Es bestehen noch zahlreiche Chancen, auch kurzfristig den Übergang in Ausbildung zu meistern. Freie Ausbildungsstellen sind in den Internetlehrstellenbörsen der Agentur für Arbeit (www.arbeitsagentur.de), der Handwerkskammer (www.hwk-duesseldorf.de) und der Niederrheinischen IHK (www.ihk-niederrhein.de) veröffentlicht.

Zugleich appellieren die Partner im regionalen Ausbildungskonsens an Wirtschaft und öffentliche Verwaltungen, zur Unterstützung dieses Nachvermittlungsverfahrens zusätzliche Ausbildungsplätze anzubieten sowie die aktuell noch unbesetzten oder frei gewordenen Lehrstellen den Agenturen für Arbeit zu melden.

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