Rosenmontag 2012 in Duisburg - Keine Kamelle wenn der Zug steht !!!

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Am Dienstag gab es im Hotel Duisburger Hof die Vorstellung des diesjährigen Rosenmontagszuges durch Zugleiter Thomas Erlacher und HDK Präsident Michael Jansen. Der Ort war nicht zufällig gewählt, befindet sich doch am Rosenmontag hier der Dreh- und Angelpunkt des diesjährigen Rosenmontagszuges.

Noch einmal wurde von beiden die Gründe für den geänderten Zugweg erläutert und vor allem auch der wichtige Aspekt, dass das Sicherheitskonzept in Abstimmung mit den Behörden der Stadt einvernehmlich und harmonisch ausgearbeitet wurde.

„Es gibt niemanden in Duisburg, der den Rosenmontagszug nicht will oder diesen bewusst blockiert!“ stellt Thomas Erlacher klar.

„Die Meldungen über bewusste Blockaden weisen wir auf jeden Fall zurück! Der HDK arbeitet mit der Stadt Hand in Hand!“ ergänzt Michael Jansen.

Der geänderte Zugweg vom Landfermann Tunnel gleich geradeaus in Richtung Stadttheater eröffnet allerdings auch ein technisches und logistisches Spektrum, das gerade rund um den König Heinrich Platz, oder besser den Opernplatz vor dem Stadttheater, eine gewisse „Win win“ Situation entstehen lässt.

Die Besucher im VIP Bereich und auf der Tribüne auf der Seite des Stadttheaters haben den kurzen Weg zum anschließenden närrischen Heerlager im Duisburger Hof. Und es gibt genügend Platz für eine großzügige Außengastronomie.

Ob und wie alles funktioniert wird sich zeigen. „Aschermittwoch sind wir schlauer!“ erklärt Michael Jansen.

Das es seit 1928, als der erste Rosenmontagszug durch Duisburg ging, immer wieder Änderungen des Zugweges aus pragmatischen aber auch verkehrstechnischen Gründen gegeben hat, liegt in der Natur der Dinge.

Im Jahr 1983 ging der große Festzug zur „1100 Jahrfeier Duisburgs“ auch den Weg über Landfermann- und Köhnenstraße. Die Königstraße, der alte Zugweg, war zudem U Bahn Baustelle.

Ganz besonders weisen die beiden HDK Vorstandsmitglieder darauf hin, dass es keine Kamelle geben wird, sobald der Zug steht und auch auf der Brücke über die A 59 darf nicht geworfen werden.

„Das Sicherheitskonzept verbietet es strikt und wir werden die Einhaltung auch genauso strikt kontrollieren! Für uns heißt es „Safety First“!“ so Thomas Erlacher.

„Wir wollen vermeiden, dass sich Beschimpfungen unserer jecken Freunde wiederholen, so wie im vergangenen Jahr. Und da war das Wörtchen Geizhals noch die mildeste Variante“ ergänzt Michael Jansen.

Auf den Wagen gilt zudem, wie auch in allen Jahren zuvor, ein absolutes Alkoholverbot.

Auf einige ganz besondere Highlights im diesjährigen Zug wies Thomas Erlacher noch hin.

„Wir haben drei Jubiläumsvereine. 75 Jahre alt wurde die Prinzengarde Duisburg. Und die „Narrenzunft Homberg“ feiert mit 55 Jahren wie auch die „KG Grün Rot Neudorf“ mit 22 Jahren ein närrisches Jubiläum!

Da es zwischen den Duisburger Vereinen und Gesellschaften noch Lücken zu füllen galt. Wurden auch auswärtige Gruppen eingeladen. Hier hob Erlacher das „Andalusische Reiterkorps“ aus Rotterdam (!!!) hervor, was zwar etwas komisch klingen mag, Michael Jansen allerdings zu der Bemerkung verleitete: „Europa ist halt ein Dorf!“

Bewundert wird von Erlacher auch die Duisburger „Römergarde“. „Der Zenturio wird sicherlich mit Vergnügen hören, dass der Zugweg 600 Meter kürzer ist! Denn der Uniformrock ist doch recht kurz bei den kühlen Temperaturen!“

Schön auch eine Große Fußgruppe vom Kindergarten „Pusteblume“, die als solche im Zug mitgeht und auch der Duisburger ZOO ist wieder mit dabei.

„Toll sind auch immer wieder die Gruppen aus Serm in ihren selbst genähten Kostümen!“

Als musikalische Highlights geht neben den „Albgoischda“ Guggen aus Rieberg auch eine Samba Gruppe mit. Die Guggen sind auch vorher schon im Duisburger Karneval zu sehen. U.a. im Zug in Serm!

Insgesamt werden 2000 Aktive im Duisburger Rosenmontagszug 2012 mitgehen. Zu sehen sind 32 Wagen, 24 Musikkapellen und ca. 70 Fußgruppen. Die Gruppen aus Belgien passen natürlich gerade im Mercatorjahr bestens in den Zug.

Leider gibt es in diesem Jahr keine Motivwagen im Zug.

„Wir haben darauf verzichten müssen, da dem HDK und seinen Gesellschaften keine qualitativ gute Halle für den Wagenbau zur Verfügung steht.“ sagt Thomas Erlacher.

„Die Halle, die wir im Moment nutzen, ist für einen vorbereitenden Wagenbau im Sommer nicht zu nutzen. Für uns ist es besonders wichtig, möglichst rasch eine witterungsfeste Halle zu finden, sonst werden wir in spätestens 5 Jahren ein großes Problem haben, damit die Wagen nicht rosten!“

Nach der Session werden gemeinsam mit Vertretern der Stadt und allen anderen Beteiligten die Erfahrungen bei den Zügen ausgewertet für eine generelle Lösung in der Zukunft.

In diesem Jahr sichern 220 vom HDK beauftragte Ordner den Zug. Hinzu kommen die von den Gesellschaften zu stellenden Ordner.

Karten für die „VIP Tribüne“ die Getränke und Speisen beinhalten sowie den anschließenden Eintritt zum närrischen Heerlager sind zum Preis von 39.- € noch erhältlich, Anfragen sind zu richten an: michael.jansen@hdk-ev.de

Für den Rosenmontag wünscht sich Thomas Erlacher 7 – 8 Grad und einen heiter bis wolkigen Himmel. „Er hat dort oben schon alles klargemacht!“ scherzt HDK Präsident Michael Jansen.

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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