DSDS Kids: "Massiver Angriff auf Kinderrechte"

Kleine Talente auf großer Showbühne: „DSDS Kids“ ab Samstag, 5. Mai, 20.15 Uhr bei RTL, soll in vier Folgen eine tolle Samstagabendshow für die ganze Familie sein. Die Kinder hätten hier die einmalige Chance, sich vor einem großen Publikum zu präsentieren, wirbt Dieter Bohlen, neben Michelle Hunziker und Dana Schweiger Juror der Talentshow für Kinder bis 14 Jahre, auf der Homepage des Senders für das neue Format zur Primetime.

Das sieht Gerhild Tobergte, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Duisburg, völlig anders: „Wir fordern menschenwürdigen Umgang mit jedem Menschen, was auch immer er getan haben mag. Wir fordern Respekt von unseren Nachbarn, wenn wir andere Vorstellungen von unserem Leben haben als sie. Wir erwarten, dass die Politik unsere individuellen Bedürfnisse wahrnimmt und möglichst in allen Bereichen der Gesellschaft berücksichtigt. Was aber machen wir hier mit unseren Kindern? Wir benutzen sie als Objekte unserer Unterhaltung, weil uns offenbar Fantasie und Kreativität fehlen.“

Für Gerhild Tobergte ist der Einsatz von Kindern in dieser Sendung ein massiver Angriff auf die Kinderrechte: Wir gaukeln ihnen da Begabung, Können, Leistung vor, wo sie zu kommerziellen Zwecken missbraucht werden. Wir verstellen ihnen den Zugang zu Kreativität und Kunst, weil wir sie auf genormte Medienwirksamkeit reduzieren. Wir hindern unsere Kinder an der Wahrnehmung ihrer Rechte, obwohl es in unserer Landesverfassung Artikel 6 (2) heißt: ‚Staat und Gesellschaft schützen sie vor Gefahren für ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohl.‘ Das ist weder Kreativität noch Kunst, das ist Perversion = Verdrehung.“

Was ist Eure Meinung? Wir sind gespannt!

Autor:

Sabine Justen aus Duisburg

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