TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen
Team der TelefonSeelsorge sucht Verstärkung

Foto: Pixabay

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nachdem die ökumenische Telefonseelsorge Duisburg, Mülheim, Oberhausen Ende vergangenen Jahres erst den Schulungsabschluss von 12 neuen Telefonseelsorgern feiern konnte, werden auch in diesem Jahr wieder engagierte Frauen und Männer gesucht, die sich dem Team aus rd. 130 ehrenamtlichen Mitarbeitern nach einer intensiven Schulung anschließen wollen.

Interessierte können sich am 29. Januar von 19.00 bis 20.30 Uhr im Haus der Kirche, Am Burgacker 14 – 16 in der Duisburger Innenstadt (47051) über Ausbildung und Umfang des späteren Einsatzes informieren. Wer an diesem Termin nicht kann, für den bietet die Telefonseelsorge einen weiteren Info-Abend am 24. März ebenfalls um 19.00 Uhr im Haus der Kirche.

„Der Einsatz als Telefonseelsorger ist ein planbares Ehrenamt“, erklärt der Leiter der hiesigen TelefonSeelsorge Olaf Meier. Jeder übernimmt im Schnitt pro Jahr 24 Tagesdienste à vier Stunden plus sechs Nachtdienste à acht Stunden. Bevor die neuen Mitarbeiter den Ratsuchenden ihr offenes Ohr und mitfühlendes Herz schenken dürfen, werden sie an insgesamt sechs Ausbildungswochenenden intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Die Schulungen beginnen in diesem Sommer und werden in der Regel im Laufe eines halben Jahres durchgeführt.

Mitfühlendes Verstehen will gelernt sein

Nach Abschluss der Schulungen folgen dann für alle Mitarbeitenden monatliche Supervisionen in der Gruppe und jährliche Fortbildungen. Grund für die intensive Schulung: Das „mitfühlende Verstehen“ will gelernt sein. Denn das sei entscheidend für Gelingen oder Nichtgelingen beraterischer Seelsorge, betont Olaf Meier: „Wer mitfühlt und das Leid des anderen anerkennt, weckt das Mitgefühl des Ratsuchenden mit sich selbst. Empathische Seelsorge stellt sich neben den Ratsuchenden, nicht über ihn.“ Und das gelinge nur, wenn Seelsorger sich ihrer persönlichen Befindlichkeiten und Erfahrungen so bewusst seien, dass ihre eigenen Themen sich nicht in das Gespräch mit dem Ratsuchenden drängen. Deshalb nehme die biografische Arbeit und Selbsterfahrung in der Ausbildung einen breiten Raum ein.

Die Mitarbeitenden in der TelefonSeelsorge Duisburg Mülheim Oberhausen sind ihrem Ehrenamt in der Regel über einen sehr langen Zeitraum treu. Ihre Verweildauer liegt bei elf Jahren. Bundesweit sind es fünf. Olaf Meier freut diese Kontinuität. „Wir brauchen Langstreckenläufer, keine Sprinter.“ Und genau solche Mitarbeiter sucht er jetzt wieder, um auch noch der kleinen Spanne von 10 Prozent Fluktuation durch Einsatz neuer verlässlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegenwirken zu können.

Autor:

Eva Wieczorek-Auer aus Duisburg

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