Volksinitiative Artenvielfalt NRW auch im Kreis Kleve
Artenschwund stoppen

55 Prozent der Schmetterlingsarten sind in NRW gefährdet, hier ein selten gewordener Hauhechelbläuling. Foto: Dietrich Cerff
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  • 55 Prozent der Schmetterlingsarten sind in NRW gefährdet, hier ein selten gewordener Hauhechelbläuling. Foto: Dietrich Cerff
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Der NABU im Kreis Kleve ruft dazu auf, die Volksinitiative mit einer Unterschrift zu unterstützen und so ein deutliches Signal für notwendige Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt in NRW zu senden.

„Die Artenvielfalt auf dem Land, aber auch in unseren Städten und Gemeinden muss zukünftig konsequenter und besser geschützt werden, wollen wir unseren Kindern und Enkelkindern einen lebenswerten Planeten hinterlassen“, sagte Monika Hertel, die Vorsitzende des NABU im Kreis Kleve. „Dabei setzen wir nicht nur auf die Unterstützung unserer Mitglieder, sondern appellieren an alle Bürger, sich mit ihrer Unterschrift für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen einzusetzen.“ 

„Inzwischen sind 45 Prozent der Arten in NRW bedroht. Der dramatische Rückgang vieler Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten muss dringend gestoppt und entsprechende Maßnahmen besser heute als morgen umgesetzt werden“, so Dietrich Cerff von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein in Kleve. „Auch hier im Kreis Kleve sieht es nicht besser aus, wie man zum Beispiel an den Bestandszusammenbrüchen der Wiesenvögel sieht.“

Ziel der Initiative unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ ist es, konkrete Handlungsvorschläge zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in den NRW-Landtag einzubringen und das Land so zu mehr Natur- und Artenschutz zu bewegen. Konkret fordern die Verbände zum Beispiel einen Stopp des Flächenfraßes, mehr Waldflächen ohne Nutzung und die Ausweitung des Biotopverbundes. Auch müssten der ökologische Landbau deutlich ausgeweitet, ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide in Naturschutzgebieten durchgesetzt und die Gewässer und Auen wirksamer geschützt werden. In allen diesen Politikfeldern sehen BUND, LNU und NABU Stillstand oder Rückschritte.

Ein politischer Wille der Landesregierung, dem dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt konsequent zu begegnen, sei nicht erkennbar, so die Naturschutzverbände.
„Mit der Volksinitiative Artenvielfalt wollen wir uns zudem bewusst im Kommunalwahlkampf bemerkbar machen“, sagte Monika Hertel. Auch vor Ort müsse sich die Politik daran messen lassen, was sie für lebenswerte Städte und Kommunen tut. Hier geht der Artenschutz Hand in Hand mit dem Klimaschutz. Denn mit mehr Natur in der Stadt und auf dem Land können wir auch wirksam dem Klimawandel begegnen.“

Hier geht es zur Unterschrift

Man findet die Unterschriftenbögen auf der Webseite der Volksinitiative www.artenvielfalt-NRW.de zum Download und Ausdrucken. Weitere Möglichkeiten werden unter: www.nabu-kleve.de veröffentlicht. Gültig sind nur manuelle Unterschriften auf dem offiziellen Unterschriftenbogen von Menschen ab 18 Jahren.

Natürlich kann man die Unterschriftenbögen auch beim Kampagnenteam der Volksinitiative kostenfrei bestellen. Dies ist per E-Mail an kontakt@artenvielfalt-NRW.de möglich.
Ausgefüllte Unterschriftenbögen können an den Sammelstellen abgegeben oder direkt an das Kampagnenteam geschickt werden: Volksinitiative Artenvielfalt, Postfach 19 00 04, 40110 Düsseldorf. Das Kampagnenteam legt fertige Unterschriftenbögen dann den zuständigen Einwohnermeldeämtern zur Prüfung vor.

55 Prozent der Schmetterlingsarten sind in NRW gefährdet, hier ein selten gewordener Hauhechelbläuling. Foto: Dietrich Cerff
Auch die Zahl der Kiebitze ist im Kreis stark zurückgegangen, unter anderem weil den noch nicht flugfähigen Jungen Insekten als Nahrung fehlen. Foto: Monika Hertel
Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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