Übergabe des Kunstwerks "Zauberlehrling"
Stimmungsvolles Spätsommerfest am Emscherkunstweg

Das Kunstwerk "Zauberlehrling" ist heiß begehrt.
  • Das Kunstwerk "Zauberlehrling" ist heiß begehrt.
  • Foto: Kirsten Neumann
  • hochgeladen von Charmaine Fischer

Die Emschergenossenschaft hat am Samstag, 28. September, gemeinsam mit den Kooperationspartnern Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr (RVR) ein Spätsommerfest für die ganze Familie am Haus Ripshorst veranstaltet. Die Gäste verbrachten einen entspannten Tag bei Live-Musik und mit Workshops. Anlass war die Neuerrichtung und Übergabe des beliebten Kunstwerks „Zauberlehrling“ von Inges Idee auf der nahegelegenen Wiese am Rhein-Herne-Kanal.

Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz begrüßte die Gäste als bekennender Fan des „Zauberlehrling“: „Das Kunstwerk ist mittlerweile eine bekannte Landmarke in unserer Stadt und darüber hinaus. Daher freut es mich sehr, dass es wieder in neuem Glanz erstrahlt.“

Publikumsliebling der Emscherkunst-Austellung 2013

Die symbolische Übergabe des Werks am Emscherkunstweg erfolgte durch Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, an Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr. Paetzel unterstrich die Bedeutung: „Als Teil des permanenten Emscherkunstwegs erlaubt der ‚Zauberlehrling‘ eine intensive Auseinandersetzung mit der einstigen Industrielandschaft und ermöglicht neue Perspektiven auf das Ruhrgebiet.“ Auch Geiß-Netthöfel zeigte sich begeistert über den dauerhaften Erhalt des Kunstwerks: „Es freut mich sehr, dass der ,Zauberlehrling‘, ein Publikumsliebling der Emscherkunst-Ausstellung 2013, wieder an seinem angestammten Platz steht und nun im Rahmen des neu konzipierten Emscherkunstwegs weiterhin im wahrsten Sinne des Wortes aus der Reihe tanzt.“Von der langfristigen Kooperation überzeugt ist auch Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin der Kultur Ruhr GmbH: „Mit der gemeinsamen Entscheidung die Emscherkunst als dauerhaften Skulpturenweg weiterzuentwickeln, zeigen wir, dass die Kunst den Strukturwandel und die damit einhergehenden gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklungen kraftvoll reflektieren kann und für die Bewohnerinnen und Besucher der Metropole Ruhr neue Impulse entstehen.“

Britta Peters, Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr, ist für das kuratorische Konzept verantwortlich. Mit dem Emscherkunstweg soll eine herausragende Sammlung von Kunst im öffentlichen Raum entstehen, die die Regionen entlang der Emscher verbindet. Zu den bereits bestehenden Kunstwerken sollen in den nächsten Jahren neue hinzukommen. „Ich habe Nicole Wermers eingeladen, eine Arbeit für den Emscherkunstweg zu entwickeln, weil sie in ihren Skulpturen formale Fragen mit Fragen zum urbanen Raum und seinen sozialen, ökonomischen und psychologischen Einschreibungen verbindet,“ so Peters über die erste geplante Neuproduktion, die im Frühjahr 2020 eröffnet werden soll.

Der 35 Meter hohe „Zauberlehrling“ vom Künstlerkollektiv Inges Idee wurde zur zweiten Ausgabe der Emscherkunst 2013 realisiert. Die vier Künstler setzen ausschließlich Projekte im öffentlichen Raum um. Für die Emscherkunst entwickelten sie einen Strommast, der ausbricht: in Schwingung versetzt, wirkt er selbst elektrisiert. Gleichzeitig erinnert er an eine tanzende menschliche Figur und den herbeigerufenen Geist aus Goethes namensgebenden Gedicht „Zauberlehrling“. Thomas Schmidt von Inges Idee erklärte dazu im Künstlergespräch mit Kuratorin Marijke Lukowicz: „Die Bühne bildet die von Schwerindustrie geprägte Region und wirft in Zeiten von Klimawandel und Energiewende Fragen nach der Zukunft auf, lässt aber zugleich unweigerlich Erinnerungen an die ruhmvolle Vergangenheit des Ruhrgebiets aufkommen.“

Gänsehautstimmung auf der Bühne 

Auf der Bühne am Haus Ripshorst sorgten Liz & Taylor für Gänsehautstimmung: Das Akustik-Duo, bestehend aus Jürgen Geppert an der Gitarre und Petra Stief, überzeugte mit einem Streifzug durch die Pop- und Rockgeschichte. Alexx Marrone präsentierte folkige Songs mit bekannten Melodien und neu interpretierte Klassiker bis hin zu Ragtime und Country.

Das Royal Street Orchestra nahm die Gäste anschließend mit auf eine europäische Klangreise, die von Klezmer über Balkanbeats, traditioneller Musik der Sinti und Roma, zu Flamenco und Tango führte. So abwechslungsreich das Repertoire des Straßenorchesters war, so unverwechselbar wirkte ihr Klang im Ohr und in den Beinen.

Zum Abschluss brachte ein Poetry Slam von WortLautRuhr die Worte zum Tanzen: die erfahrenen Slammerinnen und Slammer Jule Weber, Bernard Hoffmeister, Rebecca Heims und Malte Küppers gaben ihr Können zum Besten. Sie sorgten für nachdenkliche bis heitere Stimmung im Zelt, während der „Zauberlehrling“ draußen im gleißenden Abendlicht erstrahlte.

Autor:

Charmaine Fischer aus Essen

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