Aufruf für Organspendeausweis
Ausstellung zur Organspende im Philippusstift
- Dr. Harald Schäfer, Transplantationsbeauftragter des Philippusstift, hat die Initiative ergriffen, die Ausstellung in den Essener Norden zu holen.
- Foto: Contilia, L.Boscheck
- hochgeladen von Christa Herlinger
Essen. Im Foyer des Philippusstifts Essen ist die Fotowanderausstellung „Leben schenken – Organspende in NRW“ zu sehen. Bis zum 25. Februar 2026 haben Besucher:innen die Gelegenheit, sich intensiv und emotional mit dem wichtigen Thema der Organspende auseinanderzusetzen. Die Ausstellung lädt ein, mehr über die Bedeutung von Organspenden zu erfahren – von den persönlichen Geschichten der Betroffenen bis hin zu den Perspektiven von Angehörigen und medizinischem Fachpersonal.
Das Thema Organspende ist nach wie vor von Unsicherheiten und Vorurteilen geprägt. Die Ausstellung wurde vom Netzwerk Organspende NRW e. V. ins Leben gerufen und wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW gefördert. Ziel der Initiative ist es, diese Unsicherheiten zu entkräften und die Öffentlichkeit zu einer bewussten Auseinandersetzung mit dem Thema zu motivieren.
Im Zentrum der Ausstellung stehen bewegende Fotografien des Dortmunder Fotografen Benedikt Ziegler, die die Geschichten von Organempfänger:innen und Angehörigen von Organspender:innen eindrucksvoll dokumentieren. Die Bilder und Erzählungen machen die oft abstrakte und schwer fassbare Thematik der Organspende auf eine sehr persönliche und greifbare Weise erlebbar.
Appell zur Entscheidung für die Organspende
Ein zentrales Anliegen der Ausstellung ist es, Menschen dazu zu ermutigen, sich aktiv mit der eigenen Haltung zur Organspende auseinanderzusetzen und eine informierte Entscheidung zu treffen. „Jeder sollte eine Entscheidung treffen: Bin ich für oder gegen eine Organspende?“, so Dr. Harald Schäfer, Transplantationsbeauftragter des Philippusstifts, der auch die Initiative ergriff, um die Ausstellung in das Philippusstift zu holen. „Diese Entscheidung sollte nicht nur getroffen, sondern auch festgehalten werden – und vor allem sollte auch ein Gespräch mit der Familie darüber geführt werden. Das kann für viele Menschen einen großen Unterschied machen und Leben retten.“
Inmitten der Ausstellung befindet sich ein Stand mit Info-Flyern rund um das Thema Organspende sowie Organspendeausweise zum Mitnehmen. Ein Organspendeausweis bietet die Möglichkeit, den eigenen Willen festzuhalten und so für die Angehörigen eine wichtige Orientierung im Falle einer schweren Erkrankung zu schaffen. Ein Organspendeausweis ist ein einfaches, aber wirksames Mittel, um der eigenen Entscheidung Ausdruck zu verleihen und die Entscheidung zu erleichtern – sowohl für sich selbst als auch für Angehörige.
„Es wäre ein wichtiger Schritt, wenn mehr Menschen ihre Entscheidung zur Organspende dokumentieren und diese dann offen in ihren Familien besprechen“, betont Dr. Schäfer. „Häufig erleben wir in unserer täglichen Arbeit, dass Angehörige sich gegen eine Organspende entscheiden, weil sie den Willen des Verstorbenen nicht kennen. Viele Menschen sind grundsätzlich für eine Organspende – jedoch fehlt oft die Klarheit und Kommunikation über den eigenen Willen.“
Mit der Präsentation der Ausstellung im Philippusstift setzt das Krankenhaus ein Zeichen für mehr Aufklärung und Entscheidungsfreiheit. Die Ausstellung ist täglich im Foyer des Hauses an der Hülsmannstraße 17 zugänglich und richtet sich an Patient:innen, Mitarbeitende und Besucher:innen gleichermaßen.
Community:Christa Herlinger aus Essen-Borbeck |

Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.