Düsseldorf: Zwei Personen mit Coronavirus von Uniklinik Düsseldorf aufgenommen
Kein Grund für die Bevölkerung zur Beunruhigung

Da die Personen nicht aus Düsseldorf stammen, besteht für die Düsseldorfer Bevölkerung derzeit keinerlei Grund zur Beunruhigung.
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Zwei Personen aus dem Kreis Heinsberg, die positiv auf den Coronavirus (COVID-19-Fall) getestet wurden, befinden sich seit Dienstagabend, 25. Februar, im Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD). Das Paar wird dort gemäß den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts isoliert und behandelt. Da die Personen nicht aus Düsseldorf stammen, besteht für die Düsseldorfer Bevölkerung derzeit keinerlei Grund zur Beunruhigung. Das UKD steht im engen Kontakt mit den Gesundheitsbehörden und Ministerien über den Verlauf. Das Personal der Uniklinik Düsseldorf ist im Umgang mit Patienten mit übertragbaren Krankheiten sehr gut geschult und verfügt, wie andere Krankenhäuser auch, über entsprechend der Schutzstufe angepasste Unterbringungsmöglichkeiten. Die Suche nach möglichen Kontaktpersonen obliegt den Gesundheitsbehörden des Kreises Heinsberg.

Von M. Bergmann

Da es sich bei den Coronafällen nicht um Menschen aus Düsseldorf handelt, sind derzeit keine weiteren Maßnahmen seitens der Düsseldorfer Behörden erforderlich. Die Bevölkerung sollte vorbeugend die allgemeinen Regeln der Hustenhygiene (in die Armbeuge niesen oder husten beziehungsweise Einmal-Taschentücher benutzen) beachten und regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife waschen. Weitere Informationen und Empfehlungen gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) unter: www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html, in dem Merkblatt-Infektionsschutz-Coronavirus.pdf (147.87 KB) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sowie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts unter: www.rki.de/ncov. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat eine Informationsseite mit Hotline (0211-8554774) zum neuen Coronavirus 2019-nCoV eingerichtet: www.mags.nrw/coronavirus. Während der üblichen Geschäftszeiten (montags bis freitags 8 bis 18 Uhr) gibt es diese Informationen auch unter der Behördenrufnummer 115.

Hintergrund Coronavirus: Der neue Erreger gehört zum Stamm der Coronaviren. Harmlose Varianten des Coronavirus führen beim Menschen oft nur zu leichten Erkältungen, die zum Teil noch nicht einmal wahrgenommen werden. Das neue Virus scheint laut den Fachärzten eine Variante mit Ursprung in China (Wuhan) zu sein, die in Einzelfällen zu schweren Atembeschwerden, Lungenentzündungen und hohem Fieber führt. Die genauen Übertragungswege der Infektion sind nicht abschließend geklärt, eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gilt aber nach den vorliegenden Erkenntnissen als gesichert.

Handlungsempfehlungen

Das RKI hat Handlungsempfehlungen zum Corona-Virus herausgegeben, die auch das Gesundheitsamt und die Kliniken beachten. Demnach wird ein Patient zunächst unter Einhaltung der unten beschriebenen Schutzvorkehrungen untersucht, um die Art seiner Erkrankung festzustellen. Bei Zeichen einer Atemwegsinfektion wird zunächst die übliche Diagnostik, wie zum Beispiel ein Schnelltest auf Influenza (Grippe) und andere in Deutschland verbreitete Erreger, vorgenommen. Es wird geprüft, ob es sich tatsächlich um einen Verdachtsfall handelt, bei dem dann die weitere spezielle Diagnostik angewendet würde, mit dem das neuartige Virus identifiziert werden kann.

Nach den Vorgaben des RKI liegt ein Verdachtsfall in zwei Fällen vor:

- wenn ein Patient unspezifische Allgemeinsymptome oder akute respiratorische Symptome - klassische Grippeanzeichen wie beispielsweise Husten - jeder Schwere UND innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatte oder

- bei Menschen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere mit oder ohne Fieber UND die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Der Patient soll schon bei bestehendem Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Virus isoliert werden. Das bedeutet, er wird schon in der Ambulanz von anderen Patienten getrennt untergebracht und bei Notwendigkeit einer stationären Aufnahme in einem Einzelzimmer mit Vorraum/Schleuse behandelt. Das Behandlungsteam trägt die notwendige Schutzkleidung und ist gut geschult. Zur Schutzkleidung gehören Schutzkittel, Mund-Nasenschutz/Atemmaske, Schutzbrille und Handschuhe.

In einem zweiten Schritt wird dann über eine Labordiagnostik überprüft, ob es sich konkret um den neuen Erreger 019-nCoV handelt. Da es aktuell gleichzeitig saisonbedingt viele Grippefälle gibt, sind die Symptome häufig auch darauf zurückzuführen.

Autor:

Andrea Becker aus Essen-Borbeck

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