Der ganz normale Mann mit der roten Nase

Der Clown Bobori. Foto: Winkler
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Zirkusclowns waren für Boris Quest schon von jeher faszinierend. Als kleiner Bube schlich er sich nach der Vorstellung hinter die Manege, um zu sehen, wer unter der Maske steckt. Heute trägt der Borbecker selbst von Hauptberuf die rote Nase - als „Bobori“.

Auf Stadt- und Gemeindefesten, bei privaten wie geschäftlichen Zusammenkünften, in Schulen, Einkaufszentrum oder auf Messen - auf humoristische Weise moderiert der Clown jegliche Feierlichkeiten, unterhält und animiert, ist manchmal Koch oder auch Walking-Act. Seine Auftritte sind niemals eine Ein-Mann-Show sondern laden vielmehr das Publikum, natürlich vor allem die Kinder, zum Mitmachen ein. Aber Bobori kann noch vielerlei mehr.
Bereits in seinen Kinder- und Jugendjahren begann der Entertainer mit dem Puppenspiel. So zog er mit seiner Kleinbühne und den niedlichen Puppen im Auftrag des Bistums Münster über Campingplätze. Und bis heute haben ihn die Geschichten rund um den komischen Helden Kasper nicht los gelassen. „Es bleibt traditionell“, so der Künstler, „aber mittlerweile begrüßt der Kasper die Kinder auch schon mal mit einem zeitgemäßen ‚Hi‘ “. Zu sehen ist das Marionettentheater noch im Dezember im Allee Center Essen in Altenessen (Dienstag, 20. Dezember, 15 und 17 Uhr) sowie in Bedingrade, im Kindergarten St. Franziskus, am Freitag, 23. Dezember, 11 Uhr.
Schon früh adoptierte den Kreativkopf auch die Familie Casselly, um in ihrem Circus den Zauberer zu verkörpern. „Denn einen fantastischen Clown, den gibt es dort schon“, verrät Bobori. Zwischen März und November gastieren die Artisten mit ihren Wohnwagen an Grund- aber auch Weiterführenden Schulen und bilden hunderte von Kindern zu Nachwuchs-Jongleuren, Seiltänzern oder eben auch Zauberkünstlern aus.
Reisender Künstler auf Teilzeit ist Bobori deshalb aus vollem Herzen, aber er kehrt auch immer wieder gern zurück nach Haus, nach Borbeck, zu seiner Familie. „Dort bin ich ganz Boris, denn der Clown, der ich für die Öffentlichkeit bin, kann ich für meine eigenen Kinder nicht sein“, schmunzelt der Ehemann und Papa, dessen Kinder aber voll und ganz hinter seinem Beruf stehen und hin und wieder auch selbst in seinen Shows mitwirken.
Jetzt, zur Weihnachtszeit, schlüpft Quest, der einst auch den handfesten Beruf eines Kindergarten-Erziehers ergreifen wollte - „aber nur für einige Wochen“ - auch noch in ganz andere Kostüme: die des Bischofs Nikolaus und auch des Weihnachtsmannes. Zwei Figuren mit ernsthafterem Charakter als der Clown, die aber ebenso kleine wie große Kinder zum Strahlen bringen können. „Und genau das ist es, was meinen Job so besonders macht“, resümiert Bobori, „mit Menschen zu arbeiten, Freude zu verbreiten und in diese verschiedenartigen Zauberwelten zu tauchen“. Deshalb hat er auch keine Lieblingsrolle. Er ist ebenso gern Clown wie Zauberer, Bischof wie Nikolaus, aber leitet auch als Boris Kinderveranstaltungen mit Kochen und Basteln - ganz ohne Schminke und Kostüm.
Aber wann geht ein Berufsclown eigentlich in Rente? „Nicht in absehbarer Zeit“, verspricht Bobori. „Das Publikum entscheidet, wann es mich in welcher Rolle nicht mehr sehen will.“ So lange Borbecks Bürger schaft (und die andernorts) also noch klatscht, verbreitet der Künstler weiter Freude. Und zu alt zu werden für all die Facetten seiner Berufung, etwa für die Arbeit mit seinen Puppen, das kann er sich ohnehin überhaupt gar nicht vorstellen ...
Bobori besuchen kann man auf der Internetseite www.bobori.de, Kontakt und Buchungen sind außerdem möglich per Email an clown&bobori.de oder auch telefonisch unter 69 48 57.

Autor:

Sara Drees aus Dortmund

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