Ehemaliger Frintroper Wasserspeicher ist heute eine Ateliergalerie

Montags und donnerstags abends ist Sabine Endrun fest verplant. „Dann geh ich zum Malen“, erzählt die Essenerin. Seit 2005 hat das kreative Hobby einen festen Platz in ihrem Leben. Mit Leinwand oder Papier bewaffnet fährt sie zweimal die Woche nach Frintrop. Treffpunkt ist die „Burg“ am Kiekenberg.

Das historische Gebäude aus dem Jahr 1905 ist seit 2005 Anlaufstelle für Kunstinteressierte und Malschüler. Daliah Sölkner nutzt den ehemaligen Wasserspeicher als Ateliergalerie und bietet dort Malkurse an.
Derzeit schlägt Sabine Endruns Herz ganz besonders für die Arbeit mit Pastellkreiden. „Früher habe ich auch großformatiger gemalt“, erzählt sie, „auf Leinwänden.“ Doch aktuell setzt sie ihre Motive bevorzugt auf Papier um. Menschen, Landschaften, Blumen - die Palette dessen, was sie reizt, ist breit gefächert. „Jedes Bild ist immer wieder eine neue und große Herausforderung“, erklärt sie.
Die Arbeit in der Malschule macht Sabine Endrun bis heute Spaß. Aber nicht nur das. „Der Austausch mit den anderen Teilnehmern bringt eine Menge, man bekommt immer wieder neue Denkanstöße, Ideen und Impulse.“ Und wenn die Hobbykünstler an ihre Grenzen stoßen, ist für Hilfestellung gesorgt.

Hilfestellung beim Mischen oder Fragen der Perspektive

„Dann ist Daliah da“, berichtet Sabine Endrun mit einem Augenzwinkern. Die Kunstmalerin, die vor der Familienphase als Layouterin und Reinzeichnerin in verschiedenen Werbeagenturen tätig war, hilft den Teilnehmern beim Farbenmischen, bei der Gestaltung von Übergängen oder dann, wenn es um Fragen der Perspektive geht.
Bis zu zehn Teilnehmer sitzen an den Kursabenden verteilt im großen Atelierraum. Der Holzofen sorgt für wohlige Atmosphäre in dem ehemaligen Wasserspeicher. An Staffeleien und Tischen wird eifrig gearbeitet. Mit Pinsel oder Kreiden, Pasten oder Farben.
Sabine Endrun gehört mit ihrer Erfahrung längst zu den „alten Hasen“. Doch die Gruppe ist bunt gemischt. Auch Malneulinge finden sich in der Burg ein. Die holt Daliah Sölkner da ab, wo sie stehen, erklärt, hilft und gibt nützliche Tipps zur Bildgestaltung.
An drei Tagen in der Woche laufen die Kurse in der Burg. Die Termine können die Malschüler ganz flexibel handhaben. „So wie es gerade passt“, freut sich Sabine Endrun. „Und mit einer anderen Gruppe zu arbeiten, bringt zusätzliche Impulse.“ Die Essenerin genießt die Zeit an ihren „Malabenden“. „Für mich bedeutet das Abschalten, Stressbewältigung.“ Und ganz nebenbei lässt sich so auch eine ganz gehörige Portion Selbstbewusstsein tanken. Die gibt´s durch das positive Feedback der Umwelt quasi gratis obendrauf. „Letztes Jahr habe ich meiner Mutter ein Bild von mir zu Weihnachten geschenkt“, erinnert sich die Essenerin gerne an die gelungene Überraschung zurück. Und auch für die Arbeiten, die die Wände ihres eigenen Zuhauses zieren, gibt´s immer wieder Lob.

Kurse und Workshops

„Ich hab schon als Kind gerne und viel gemalt“, erzählt Sabine Endrun, „doch aufgrund vieler anderer Verpflichtungen bin ich lange Jahre einfach nicht dazu gekommen.“ Dass soll so schnell nicht wieder passieren. „Das Malen gibt mir einfach zu viel“.
Ein Motiv aus 1001 Nacht war das erste Bild, das Sabine Endrun in der Frintroper Malschule angefertigt hat. „Nicht wirklich fotorealistisch, so weit war ich damals noch lange nicht“, erinnert sie sich. „Aber durchaus realistisch“, wirft Daliah Sölkner ein und fordert: „Stell dein Licht nicht unter den Scheffel.“
Wer mehr über das Kunst-atelier Fort Kiekenberg wissen möchte, findet im Internet unter www.burgatelier.de alle notwendigen Infos. Telefonische Auskünfte über Kurs- und die im neuen Jahr startenden Workshopangebote (Akt- und Acrylmalerei, Farbmischlehre oder „Himmel“) gibt es unter Tel. 0173/9810004 oder 50763808.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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