BBVV erinnert mit Metalltafel an die Ursprünge des Borbecker Glockenspiels
Emma schmettert ein Solo für den Nikolaus

Spontan und ohne Scheu schmetterte die kleine Emma ein Nikolauslied ins Mikrophon.
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  • Spontan und ohne Scheu schmetterte die kleine Emma ein Nikolauslied ins Mikrophon.
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  • hochgeladen von Christa Herlinger

Drei Jahre haben die Borbecker auf diesen Tag hin gearbeitet. Bürger, Kaufleute und die Bezirksvertretung haben an einem Strang gezogen, sich stark gemacht dafür, dass Borbeck ein Glockenspiel bekommt. Am 5. Dezember 1992 war es geschafft. Punkt 18.05 Uhr erklangen die Glocken an diesem Abend zum allerersten Mal auf dem Alten Borbecker Markt.

Seitdem lassen sie zu jeder vollen Stunde eine Melodie erklingen. Je nach Saison wird ein anderes Repertoire gespielt. In diesen Tagen stimmen die Glocken die Besucher des Stadtteils auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein, mit "Jingle Bells" oder aber "Süßer die Glocken nie klingen".

Blättern in alten Unterlagen

Seit wenigen Tagen erinnert nun auch ein kleines Metallschild am Sockel des Glockenspielrondells an die Geschichte des musikalischen Zeitanzeigers. Susanne Asche, Vorsitzende des Borbecker Bürger- und Vekehrsvereins, hatte in alten Unterlagen geblättert und diese nochmal nachgelesen. "Am Premierenabend", so verriet sie den Teilnehmern der kleinen Zeremonie auf dem Borbecker Platz, kam der Heilige Nikolaus persönlich. "Genau wie heute Abend." Allerdings kündigte sich sein Besuch damals mit deutlich mehr TamTam an. Begleitet von Schützen mit leuchtenden Fackeln und den Musikern des Schönebecker Jugend-Blasorchesters zog der Bischof am Nikolausabend 1992 in vollem Ornat vom Bahnhof hinauf zum Alten Markt. Und statt Stutenkerle verteilte er damals Brezel.

Textsicher in Sachen Nikolauslied

26 Jahre später gab es weder Fackeln noch Orchestermusiker. Stattdessen hatte die kleine Emma ihren großen Auftritt. Mit Mama und dem jüngeren Geschwisterkind wartete sie auf die Ankunft des Nikolauses. Als ihr Susanne Asche das Mikrophon reichte, schmetterte die kesse Kleine spontan und absolut textsicher ein Nikolauslied hinein. Mit der erwünschten Wirkung. Wenige Minuten später begrüßte der Nikolaus die wartenden Kinder.

Spontan und ohne Scheu schmetterte die kleine Emma ein Nikolauslied ins Mikrophon.
 Susanne Asche (3. v. li.), Mitglieder des BBVV Borbeck und Klaudia Ortkemper (2. v. li.) als Vorsitzende des CeBo freuten sich über das neue Schild, das auf die Geschichte des Glockenspiels aufmerksam macht.

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